Microsoft Aktie: KI-Chip im Fokus
Microsoft stellt eigenen KI-Chip Maia 200 vor, um Cloud-Kosten zu senken. Vor den anstehenden Quartalszahlen mit hohen Erwartungen an das Cloud-Geschäft bleibt die Analystenstimmung überwiegend positiv.

- Eigener KI-Chip zur Senkung der Betriebskosten
- Hohe Erwartungen an Umsatz und Gewinn im Quartal
- Analysten bewerten Aktie überwiegend positiv
- Aktie notiert über 50-Tage-Durchschnitt
Microsoft setzt seinen KI-Kurs nun auch auf Hardware-Ebene fort. Kurz vor den neuen Quartalszahlen präsentiert der Konzern mit dem „Maia 200“ einen eigenen KI-Chip – und rüttelt damit indirekt am Geschäftsmodell seiner bisherigen Zulieferer. Die Kombination aus Strategie-Schwenk bei der Infrastruktur und den anstehenden Zahlen bestimmt aktuell die Stimmung rund um die Aktie.
Eigener KI-Chip als Kostensenker
Am Montag hat Microsoft offiziell den KI-Chip „Maia 200“ vorgestellt, gefertigt von TSMC. Cloud-Chef Scott Guthrie bezeichnet das System laut „Der Aktionär“ als bislang effizienteste Lösung des Konzerns für KI-Inferenz, also für die Ausführung bereits trainierter Modelle.
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Ziel ist klar: Die Betriebskosten der Azure-Cloud sollen sinken und Abhängigkeiten von externen Chipanbietern wie Nvidia reduziert werden. Engpässe bei Fremd-Hardware hatten die Branche wiederholt ausgebremst und die Kosten für Rechenleistung in die Höhe getrieben.
Mit dem Schritt entwickelt sich Microsoft vom reinen Kunden großer Chipproduzenten zu einem teilweisen Wettbewerber. Das verschiebt die Rollen im Ökosystem – und signalisiert, dass der Konzern seine KI-Infrastruktur künftig stärker selbst steuern will.
Kursseitig liefert das Rückenwind: Nach der jüngsten Korrekturphase notierte die Aktie gestern mit 472,39 US‑Dollar wieder spürbar über ihrem 50‑Tage-Durchschnitt, was die laufende Erholung technisch untermauert.
Quartalszahlen: Erwartungen sind hoch
Am Mittwoch, den 28. Januar, legt Microsoft seine Zahlen für das Fiskalquartal Q2 2026 vor. Die Markterwartungen sind ambitioniert:
- Umsatzprognose: rund 80,23 Milliarden US‑Dollar, etwa 15 % mehr als im Vorjahresquartal
- Gewinn je Aktie (EPS): erwartet werden 3,88 US‑Dollar, ein Plus von rund 20 %
- Schlüsselsegment: „Intelligent Cloud“ mit prognostizierten 32,4 Milliarden US‑Dollar Umsatz
Im Mittelpunkt steht erneut das Cloud-Geschäft, das eng mit den KI-Initiativen verflochten ist. Investoren wollen sehen, ob Azure und verwandte Dienste das erhoffte Wachstum liefern, das die hohen Investitionen in KI-Hardware und -Software rechtfertigt.
Brisant ist der Zeitpunkt: Parallel blicken die Märkte auch auf die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed sowie auf Zahlen wichtiger Tech-Schwergewichte wie Apple und Tesla. Die Berichtswoche könnte damit den Ton für die weitere Entwicklung großer Technologiewerte setzen.
Analysten und Großanleger: Gleiche Story, unterschiedliche Preise
Vor den Zahlen zeigt sich ein geteiltes Bild bei den Experten – allerdings bei überwiegend positiver Grundhaltung zum Geschäftsmodell.
Der Analyst Danil Sereda hat Microsoft kürzlich von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und ein mittelfristiges Kursziel von rund 575 US‑Dollar ausgerufen. Er setzt damit klar auf weiteres Wachstum, vor allem getrieben durch Cloud und KI.
Mizuho und Citi haben ihre Kursziele zwar reduziert – auf 620 beziehungsweise 660 US‑Dollar –, bleiben aber mit den Ratings „Outperform“ und „Buy“ auf der positiven Seite. Begründung ist eine Bewertungsanpassung, nicht eine Eintrübung der langfristigen Perspektive. Bewertungsdruck statt Strategie-Zweifel, so lässt sich die Stoßrichtung zusammenfassen.
Auch bei institutionellen Investoren gibt es unterschiedliche Ansätze:
Securian Asset Management hat seine Position im zurückliegenden Quartal um 5,6 % verkleinert, während CX Institutional sein Engagement um über 21 % erhöht hat. Das zeigt, dass selbst professionelle Anleger unterschiedlich auf die Mischung aus hohem Bewertungsniveau, KI-Fantasie und Zinsumfeld reagieren.
Fazit: KI-Hardware als nächste Prüfstation
Mit dem „Maia 200“ verschiebt Microsoft die Grenze zwischen Software- und Hardwarekonzern ein Stück weiter und versucht, seine KI- und Cloud-Kosten strukturell zu senken. Kurz vor den Q2-Zahlen ist die Erwartungshaltung entsprechend groß: Der Markt will bestätigt sehen, dass das starke Wachstum im Cloud-Segment anhält und die Investitionen in eigene Infrastruktur sich auszahlen.
Entscheidend wird, ob Umsatz, Gewinn und insbesondere der „Intelligent Cloud“-Bereich die Prognosen treffen oder übertreffen – und ob das Management konkrete Aussagen zur Rolle der neuen KI-Chips in der langfristigen Strategie macht. Schon am Mittwochabend liegt mit dem Zahlenwerk die nächste Messlatte für die Microsoft-Aktie auf dem Tisch.
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