Microsoft Aktie: KI-Umsatz springt 123 Prozent

Microsofts Rekordinvestition von 190 Milliarden Dollar treibt Azure-Wachstum, während ein Abfindungsprogramm die Kosten dämpft.

Die Kernpunkte:
  • Rekordinvestition von 190 Milliarden Dollar
  • Azure-Wachstum von 40 Prozent
  • Freiwilliges Abfindungsprogramm für US-Mitarbeiter
  • Aktie erholt sich von Jahrestief

Microsoft investiert in diesem Jahr so viel in künstliche Intelligenz und Cloud-Infrastruktur wie kein anderes Technologieunternehmen zuvor. Das geplante Investitionsbudget für 2026 beläuft sich auf 190 Milliarden Dollar — eine Summe, die selbst im Maßstab eines Drei-Billionen-Dollar-Konzerns Eindruck macht.

Azure wächst, Kapazitäten bleiben knapp

Das Azure-Geschäft liefert die Rechtfertigung für diese Ausgaben. Im dritten Fiskalquartal 2026 wuchs die Cloud-Plattform um 40 Prozent im Jahresvergleich — in konstanter Währung, und damit über den eigenen Prognosen. Der KI-Umsatz läuft inzwischen auf Jahresbasis bei über 37 Milliarden Dollar, ein Plus von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Finanzchefin Amy Hood hat dabei eine aufschlussreiche Einschränkung gemacht: Rund 25 Milliarden Dollar des Capex-Budgets entfallen nicht auf neue Kapazitäten, sondern auf gestiegene Preise für Speicherchips und andere Komponenten. Trotz der Rekordinvestitionen rechnet Microsoft damit, bei GPUs, CPUs und Speicher mindestens bis Ende 2026 kapazitätsbeschränkt zu bleiben.

Azure hält im globalen Cloud-Markt einen Anteil zwischen 21 und 25 Prozent. Mitte Mai stellte Microsoft Updates für Copilot Studio vor, gefolgt von einer Ankündigung zur direkten KI-Integration in die Office-Suite — beides Teil der Strategie rund um sogenanntes „Agentic Computing“.

Stellenabbau als Gegengewicht

Die massiven Investitionen haben ihren Preis. Microsoft führt derzeit ein freiwilliges Abfindungsprogramm durch, das sich an rund sieben Prozent der US-Belegschaft richtet — konkret an langjährige Mitarbeiter, bei denen Lebensalter und Betriebszugehörigkeit zusammen mindestens 70 ergeben. Das Programm wurde Anfang Mai bestätigt und soll Kosten dämpfen, während die KI-Ausgaben weiter steigen.

Beim Mai-Patchday adressierte Microsoft rund 140 Sicherheitslücken, darunter 17 bis 20 kritische Schwachstellen. Bemerkenswert: Erstmals seit längerer Zeit enthielt das Update keine aktiv ausgenutzten Zero-Day-Lücken. Sicherheitsforscher weisen allerdings darauf hin, dass die flächendeckende Erneuerung von Secure-Boot-Zertifikaten vor dem Ablaufdatum am 26. Juni 2026 Priorität haben sollte.

Kurs erholt sich, bleibt aber unter Druck

An der Börse spiegelt sich der Investitionseifer bislang nicht wider. Die Aktie notiert in Frankfurt bei rund 347 Euro — knapp 14 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Vom 52-Wochen-Hoch bei 467 Euro ist der Kurs noch weit entfernt, hat sich aber seit dem Märztief bei 310 Euro spürbar erholt.

Der RSI liegt bei etwa 53, die Aktie handelt leicht über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Ob das Wachstumstempo bei Azure und die KI-Umsatzdynamik ausreichen, um die Bewertungslücke zu schließen, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen im Juli zeigen.

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