Microsoft Aktie: Mail-Ausfall klingt ab

Nach einer weltweiten Exchange-Störung normalisiert Microsoft den Mailverkehr schrittweise. Die Aktie gab vorbörslich lediglich 0,45 Prozent nach.

Die Kernpunkte:
  • Weltweite Microsoft-Mailstörung am Montagabend
  • Serverseitige Korrekturen wurden ausgerollt
  • Datenverkehr kehrt schrittweise zurück
  • Vorbörslicher Kursverlust von 0,45 Prozent

Ein Serverfehler bei Exchange Online hat am Montagabend weltweit den E-Mail-Verkehr von Microsoft-Kunden lahmgelegt. Millionen Nutzer von Microsoft 365 und Outlook konnten über Stunden keine Nachrichten senden oder empfangen, auf Störungsportalen wie Downdetector schnellten die Fehlermeldungen zeitweise auf Zehntausende hoch.

Fehler in zentraler Authentifizierung

Als Ursache nannte Microsoft eine Störung in einer zentralen Authentifizierungs- und Verbindungskomponente von Exchange Online, die den Zugriff auf die Mailserver blockierte.

Der Konzern führte den Vorfall intern unter einer eigenen Kennung und rollte in der Nacht gezielte Korrekturen auf den betroffenen Servern aus. IT-Experten rieten Nutzern damals ausdrücklich davon ab, lokale Einstellungen zu verändern oder Software neu zu installieren, da der Fehler serverseitig lag.

Am Dienstagmorgen entspannte sich die Lage. Microsoft teilte mit, die Telemetriedaten zeigten eine deutliche Erholung, der Datenverkehr laufe schrittweise wieder über die regulären Systeme. Ein Teil der Nutzer musste sich allerdings noch gedulden, bis Rückstaus im E-Mail-Versand abgearbeitet waren und die weltweite Synchronisation wieder stabil lief.

Kursreaktion bleibt überschaubar

Die Aktie zeigte sich von dem Vorfall wenig beeindruckt. Im vorbörslichen Handel gab das Papier stellenweise um 0,45 Prozent auf 505,01 US-Dollar nach — eine Bewegung, die für einen Ausfall dieser Größenordnung moderat ausfällt. Anders als bei früheren, länger andauernden Cloud-Störungen blieb die Marktreaktion diesmal begrenzt.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie technischer Probleme bei Microsoft-Cloud-Diensten ein, dürfte aber angesichts der schnellen Entwicklung von Gegenmaßnahmen kaum nachhaltige Spuren im operativen Geschäft hinterlassen.

Entscheidend wird sein, ob Microsoft die vollständige Wiederherstellung ohne weitere Verzögerungen abschließt und ob sich aus dem Vorfall Konsequenzen für Unternehmenskunden ergeben, die auf die Verfügbarkeit von Exchange Online angewiesen sind.

Anzeige

Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 1. September liefert die Antwort:

Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Microsoft