Microsoft Aktie: Neuer N1X-Chip mit Nvidia
Microsoft startet mit Nvidia-PC-Plattform und neuen KI-Preisen in eine Schlüsselwoche. Die Aktie legte zuvor deutlich zu.

- Neue Nvidia-PCs für Windows angekündigt
- GitHub Copilot führt tokenbasierte Abrechnung ein
- Milliarden-Deal mit EY für KI-Integration
- Rechtsstreit um Activision beigelegt
Microsoft startet mit Rückenwind in eine der ereignisreichsten Wochen des Jahres. Die Aktie legte am Freitag um gut fünf Prozent zu und schloss bei 386 Euro — getragen von einer Kombination aus strategischen Weichenstellungen, die ab Montag greifen.
Nvidia bringt Windows-PCs in eine neue Ära
Microsoft und Nvidia kündigen gemeinsam eine neue PC-Plattform an. Zur Computex-Messe in Taipeh stellen beide Unternehmen die ersten Windows-Rechner vor, die auf Nvidia-eigenen Prozessoren laufen. Das ist ein direkter Angriff auf das bisherige Duopol von Intel und AMD.
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Der neue Chip trägt den Namen „N1X“ und entstand in Zusammenarbeit mit MediaTek. Er kombiniert einen 20-Kern-Prozessor auf Arm-Basis mit einer Blackwell-GPU. Die Grafikleistung soll einer RTX 5070 entsprechen. Microsoft plant, die Chips in seine Surface-Geräte einzubauen. Dell, Lenovo und Asus bereiten ebenfalls Laptops auf dieser Basis vor — Marktstart ist für Ende 2026 geplant.
GitHub Copilot wird teurer für Vielnutzer
Ab Montag, dem 1. Juni, stellt Microsoft sein KI-Abrechnungsmodell bei GitHub Copilot um. Statt eines Pauschalpreises gilt künftig tokenbasierte Abrechnung. Die Grundpreise bleiben: zehn Dollar pro Monat für Einzelnutzer, 19 Dollar für Geschäftskunden.
Der Unterschied liegt in den sogenannten „Agentic Sessions“ — komplexen KI-Aufgaben, die deutlich mehr Rechenleistung verbrauchen. Für professionelle Entwickler könnten die Monatskosten dadurch von den bisherigen Standardsätzen auf mehrere Hundert Dollar steigen. Anthropic und andere KI-Anbieter haben ähnliche Schritte bereits vollzogen. Die steigenden Betriebskosten moderner KI-Modelle machen solche Preisanpassungen branchenweit zum Thema.
Milliarden-Partnerschaft und Vergleich mit Investoren
Microsoft hat seine Unternehmens-KI-Allianz mit der Beratungsgesellschaft EY auf bis zu eine Milliarde Dollar ausgebaut. Das Ziel ist die schnellere KI-Integration in globale Unternehmensstrategien.
Parallel dazu hat Microsoft einen Rechtsstreit beigelegt. Das Unternehmen zahlt 250 Millionen Dollar, um Klagen von Investoren im Zusammenhang mit der Activision-Blizzard-Übernahme abzuschließen. Das Spiel „Fable“ verschiebt sich derweil auf Februar 2027.
Was die kommende Woche bringt
Die Agenda ist voll. Jensen Huang, CEO von Nvidia, hält am Montag seine Keynote auf der Computex. Am 2. und 3. Juni folgt die Microsoft Build-Konferenz in San Francisco, wo neue Plattformen für lokale KI-Agenten vorgestellt werden — darunter Tools namens „Autopilot“ und „Scout“. Den Abschluss bildet am 7. Juni die Xbox Games Showcase.
Trotz des starken Freitagssprungs liegt die Aktie auf Jahressicht noch rund vier Prozent im Minus und notiert knapp 17 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 467 Euro. Wie viel von der Computex-Euphorie die Kurse tragen kann, zeigt sich bereits in den ersten Handelsstunden der neuen Woche.
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