Microsoft Aktie: Preiserhöhung für 365-Pakete ab 1. Juli
Microsoft verteuert seine Office-365-Abonnements für Unternehmen. Neue KI-Funktionen und mehr Sicherheit sollen die höheren Kosten rechtfertigen.

- Neue Preise für Microsoft 365 Pakete
- Mehr Speicher und KI-Funktionen
- Defender für Office 365 inkludiert
- Aktie verliert seit Jahresbeginn
Microsoft bittet seine Geschäftskunden stärker zur Kasse. Ab dem heutigen 1. Juli gelten neue Preise für zahlreiche Microsoft-365-Pakete. Der Softwarekonzern liefert die Begründung gleich mit. Neue Funktionen für Künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit sollen den Aufschlag rechtfertigen.
Die Anpassungen treffen Basis- und Premium-Tarife gleichermaßen. Betroffen sind unter anderem die viel genutzten Pläne E3 und E5. Bestandskunden wechseln bei ihrer nächsten Vertragsverlängerung in die neue Preisstruktur. Als Gegenleistung packt Microsoft mehr Leistung in die Pakete. Nutzer erhalten 50 Gigabyte zusätzlichen Speicherplatz. Parallel dazu erweitert der Konzern die Funktionen des KI-Assistenten Copilot.
Fokus auf Cybersicherheit
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Abwehr von Cyberangriffen. Die E3-Lizenzen enthalten künftig standardmäßig den Defender für Office 365. Auch das Endgeräte-Management wird aufgewertet. Die Verteilung dieser neuen Werkzeuge läuft bereits. Bis zum 1. August will Microsoft den weltweiten Rollout abschließen.
Die neuen KI-Funktionen erfordern massive Rechenleistung. Die Folge: Microsoft baut seine Infrastruktur massiv aus. Erst Ende Juni kündigte das Management einen neuen Rechenzentrums-Campus in Texas an. In den kommenden Jahren will der Konzern seine globale Kapazität um rund zwei Gigawatt erweitern. Das Ziel: Die rasant steigende Nachfrage nach Cloud-Diensten bedienen.
Aktie im Rückwärtsgang
An der Börse sorgt die Preisoffensive bisher nicht für Euphorie. Die Microsoft-Aktie schloss am Dienstag bei 327,10 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp 19 Prozent. Damit notiert das Papier fast ein Drittel unter seinem Rekordhoch vom vergangenen Oktober.
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Der Kurs bewegt sich aktuell sieben Prozent unter der wichtigen 50-Tage-Linie. Fällt die Aktie weiter, rückt das erst im Juni markierte Jahrestief bei 307,10 Euro als nächste Haltezone in den Fokus.
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