Microsoft Aktie: Starlink überrascht
Microsoft kündigt strategische Partnerschaft mit SpaceX an, präsentiert kostengünstigen KI-Chip und investiert in autonomes Fahren. Die Aktie bleibt jedoch unter Druck.

- Kooperation mit SpaceX für globales Satelliteninternet
- Eigener KI-Chip Maia 200 soll 30 Prozent günstiger sein
- 1,2 Milliarden Dollar Investition in Robotaxi-Startup Wayve
- Aktie leidet unter hoher Abhängigkeit von OpenAI
Microsoft arbeitet ab sofort mit SpaceX zusammen – eine bemerkenswerte Wendung, wenn man bedenkt, dass Elon Musk gleichzeitig gegen OpenAI, den engen Microsoft-Partner, vor Gericht zieht. Die Kooperation mit Starlink soll weltweit den Internetzugang ausbauen. Doch kann diese Partnerschaft den anhaltenden Kursdruck lindern?
Satelliteninternet trifft auf Cloud-Infrastruktur
Microsoft und SpaceX haben am 24. Februar eine Zusammenarbeit angekündigt, um über Starlinks Satelliteninternet globale Konnektivität auszubauen. In Kenia werden zunächst 450 Community-Hubs angeschlossen. Insgesamt hat Microsoft nach eigenen Angaben bereits 299 Millionen Menschen weltweit an das Internet angebunden – ein selbst gestecktes Ziel von 250 Millionen bis Ende 2025 wurde damit übertroffen.
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Die Brisanz der Partnerschaft liegt im Detail: Elon Musk, der SpaceX kontrolliert, verklagt derzeit die OpenAI Foundation auf bis zu 134 Milliarden Dollar. Gleichzeitig ist Microsoft einer der größten Investoren in OpenAI. Die neue Kooperation zeigt, dass geschäftliche Interessen offenbar schwerer wiegen als persönliche Konflikte.
Maia 200 Chip: 30 Prozent günstiger
Goldman Sachs analysierte kürzlich den Ende Januar vorgestellten Maia 200 Chip von Microsoft. Der maßgeschneiderte KI-Inferenz-Beschleuniger soll laut Microsoft-Manager Scott Guthrie 30 Prozent günstiger sein als jede andere verfügbare KI-Hardware. Die Goldman-Analysten um Gabriela Borges sehen darin einen wichtigen Schritt, um die Bruttomargen von KI-Workloads in Azure langfristig näher an die CPU-basierten Dienste heranzuführen.
Mit eigener Hardware will sich Microsoft unabhängiger von externen Chip-Lieferanten machen – ein strategischer Vorteil im intensiven Wettbewerb um KI-Rechenleistung.
1,2 Milliarden für autonomes Fahren
Microsoft beteiligte sich zudem an einer 1,2 Milliarden Dollar schweren Finanzierungsrunde für das britische Autonomfahrt-Startup Wayve. Das Unternehmen wurde dabei mit 8,6 Milliarden Dollar bewertet. Neben Microsoft investierten Nvidia, Uber, Mercedes-Benz und weitere Autohersteller. Wayve plant ab 2026 erste öffentliche Robotaxi-Tests in London – mit Uber als Partner.
Die Altlast vom Januar
Trotz der positiven Nachrichten steht die Aktie weiter unter Druck. Nach den Quartalszahlen Ende Januar sackte der Kurs um rund 10 Prozent ab, obwohl Microsoft mit 81,3 Milliarden Dollar Umsatz die Erwartungen übertroffen hatte. Der Grund: CFO Amy Hood gab bekannt, dass etwa 45 Prozent der vertraglichen Verpflichtungen über 625 Milliarden Dollar an OpenAI gebunden sind. Investoren sehen darin ein Klumpenrisiko.
Die Investitionsausgaben lagen im Quartal bei 37,5 Milliarden Dollar – überwiegend für Prozessoren und KI-Chips. Für das laufende Quartal erwartet Microsoft ein Umsatzwachstum von 15 bis 17 Prozent, Azure soll um 37 bis 38 Prozent zulegen.
Strategische Wetten mit offenem Ausgang
Mit Starlink, Wayve und dem Maia 200 Chip setzt Microsoft auf drei unterschiedliche Zukunftsmärkte: globale Infrastruktur, autonomes Fahren und eigene KI-Hardware. Die nächsten Quartalszahlen werden Ende April erwartet – dann zeigt sich, ob die hohen Investitionen in Azure und KI sich auszahlen und ob die OpenAI-Abhängigkeit abnimmt.
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