Microsoft Aktie: Surface Laptop Ultra mit Nvidia-Chip

Der neue KI-Laptop ergänzt Microsofts lokale Rechenstrategie; zugleich wurde der Konzern vom US-Green-Card-Verfahren ausgeschlossen.

Die Kernpunkte:
  • Surface Laptop Ultra nutzt Nvidia RTX Spark
  • Auslieferung soll Mitte Oktober starten
  • US-Regierung suspendiert Microsofts PERM-Teilnahme
  • 20,5 Milliarden Dollar für Indiens KI-Infrastruktur geplant

Microsoft setzt bei Windows künftig stärker auf lokale KI. Gemeinsam mit Nvidia hat der Konzern den Surface Laptop Ultra vorgestellt, ein Gerät für anspruchsvolle KI-Anwendungen direkt auf dem Rechner. Parallel dazu sorgt in Washington ein Eingriff der US-Regierung für Gegenwind.

Hardware für die KI-Strategie

Der Laptop arbeitet mit dem neuen Nvidia RTX Spark. Je nach Konfiguration soll er bis zu etwa 128 GB Unified Memory bieten und rund 1 Petaflop KI-Rechenleistung erreichen. Microsoft zielt damit auf Entwickler und kreative Profis. Der Einstiegspreis liegt bei etwa 2.600 Dollar, die Auslieferung soll ab etwa 16. Oktober beginnen.

Ergänzend gibt es die Surface RTX Spark Dev Box für Entwickler, die rund 6.000 Dollar kosten soll. Hinter beiden Geräten steht die Windows-Initiative „Hybrid Intelligence“: Anwendungen laufen je nach Bedarf lokal oder in der Cloud. Für Nvidia ist es ein weiterer Schritt, die eigene Technik in KI-PCs zu verankern.

Washington stoppt Green-Card-Anträge

Weniger erfreulich ist die Nachricht aus der Politik. Die US-Regierung hat Microsoft von einem zentralen Green-Card-Verfahren (PERM) suspendiert. Das Programm erlaubt Arbeitgebern, ausländische Fachkräfte für eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis zu sponsern. Neue Anträge der betroffenen Firmen nimmt die Behörde nicht mehr an, laufende bearbeitet sie nicht weiter.

Betroffen sind auch Adobe, Cognizant, Infosys und weitere IT-Dienstleister. Meta, Amazon und Google dürfen weiter teilnehmen. Als Begründung nennen US-Vertreter mutmaßlichen Missbrauch.

Vizepräsident JD Vance sagte, ohne konkrete Belege zu nennen, Unternehmen ersetzten damit amerikanische durch billigere ausländische Kräfte. Seine Botschaft an Microsoft: Man sei ein großartiges amerikanisches Unternehmen, müsse aber amerikanische Arbeitskräfte einstellen.

Aktuelle Inhaber von H-1B-Visa scheinen nicht direkt betroffen. Für die Rekrutierung internationaler Talente könnte es dennoch schwieriger werden, denn viele Bewerber sehen die Aussicht auf eine Green Card als Hauptgrund für einen Wechsel in die USA.

Rechenzentren in Indien, Zertifikate bei Windows

Microsoft plant in Indien eine Investition von 20,5 Milliarden Dollar über vier Jahre, vor allem für KI-Rechenzentren. Dort wächst der Widerstand von Anwohnern gegen die Bauprojekte, bislang vor allem gegen Amazon und Google. Es geht um Wasser, Strom und Lärm.

Außerdem warnt Microsoft Unternehmenskunden: Sicherheitszertifikate für den Zugang zu Windows Update laufen 2027 ab. Bestimmte Nutzergruppen müssen ihre Systeme bis zum Frühsommer 2027 aktualisieren.

Die Aktie schloss zuletzt bei 522,61 Dollar, ein Minus von 1,35 Prozent. Der nächste Termin ist der Quartalsbericht am 28. Oktober.

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