Microsoft Aktie: UBS hebt Kursziel auf 675 Dollar

UBS und Mizuho setzen höhere Kursmarken an; Microsoft plant ab 2027 den Ausbau eigener KI-Chips für Rechenzentren.

Die Kernpunkte:
  • UBS hebt Kursziel auf 675 Dollar
  • Mizuho setzt Zielmarke auf 600 Dollar
  • Maia-Chips sollen ab 2027 skalieren
  • Finanzchefin verkauft 7.305 Microsoft-Aktien

Vor der Veröffentlichung der neuen Quartalszahlen am 28. Oktober erhält Microsoft kräftigen Rückenwind von Analystenseite. Mehrere Analysehäuser passten ihre Bewertungen nach oben an und verweisen auf das anhaltend robuste Cloud- und Softwaregeschäft sowie die hohe Nachfrage im Bereich der künstlichen Intelligenz.

Die Aktie notiert nach einer starken Entwicklung der vergangenen Wochen im europäischen Handel knapp unter ihrem jüngsten Rekordniveau. Am Donnerstag ging das Papier bei 481,05 Euro aus dem Handel und liegt damit rund 2,3 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Optimismus vor den Quartalszahlen

Besonders optimistisch zeigt sich die Schweizer Großbank UBS. Das Institut hob gestern sein Kursziel für die Aktie von 525 auf 675 Dollar an und bestätigte seine Kaufempfehlung. Als Begründung führten die Analysten die fundamentalen Treiber bei der Cloud-Plattform Azure sowie bei Microsoft 365 an, die von einem anhaltend dynamischen KI-Bedarf profitieren dürften.

Auch das Analysehaus Mizuho reagierte gestern auf die jüngsten Entwicklungen und passte seine Erwartungen an. Das Haus schraubte sein Kursziel von 510 auf 600 Dollar nach oben und behielt die Einstufung Outperform bei. Weitere Marktbeobachter hoben ebenfalls ihre Zielmarken an, gestützt auf die anhaltend hohe Auslastung der Cloud-Infrastruktur.

Der Optimismus der Experten speist sich aus der unverändert zentralen Position des Konzerns in der weltweiten KI-Landschaft. Anleger blicken daher gespannt auf den anstehenden Berichtstermin Ende des Monats, der Aufschluss über die tatsächliche Dynamik der Investitionen und Erlöse geben wird.

Eigene Chip-Architektur soll Effizienz steigern

Neben der Softwareseite treibt das Management auch den Ausbau der eigenen Rechenzentrumsinfrastruktur voran. Anfang der Woche kündigte Microsoft an, die hauseigene Chipfamilie Azure Maia ab dem Jahr 2027 auf Installationen im Multi-Gigawatt-Bereich zu skalieren. Für denselben Zeitraum ist der Produktivstart des Maia-300-Prozessors geplant.

Mit der Eigenentwicklung will der Konzern die Effizienz in den Rechenzentren spürbar erhöhen. Unternehmensangaben zufolge soll der Maia 300 voraussichtlich 40 Prozent mehr Token pro Megawatt liefern als führende grafikprozessorbasierten Systeme. Dieser Schritt unterstreicht das Bestreben, langfristig unabhängiger von externen Chipherstellern zu werden und die Betriebskosten für KI-Workloads zu senken.

Auf operativer Ebene gab es am Dienstag zudem eine Meldung zu Insider-Transaktionen: Finanzchefin Amy Hood veräußerte laut Pflichtmitteilung 7.305 Aktien im Rahmen eines bereits am 10. Juni 2026 eingerichteten Handelsplans nach Rule 10b5-1. Solche vorab festgelegten Verkaufspläne dienen Führungskräften dazu, Aktienverkäufe automatisiert und unabhängig von aktuellen Kursbewegungen abzuwickeln.

Anzeige

Stand heute, 16. Oktober: Microsoft – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Microsoft investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 16. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Microsoft: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Microsoft