Microsoft Aktie: Umbau auf Kosten der Belegschaft

Microsoft bietet erstmals freiwillige Abfindungen an und verlagert den Investorenfokus auf Copilot, während Jefferies das Kursziel bestätigt.

Die Kernpunkte:
  • Erstmaliges Abfindungsprogramm für US-Mitarbeiter
  • Jefferies bestätigt Kursziel von 675 Dollar
  • Copilot rückt in den Fokus der Anleger
  • Hohe Lizenzausgaben europäischer Institutionen

Jefferies bekräftigt das Kursziel von 675 Dollar – gleichzeitig leitet Microsoft einen strukturellen Wandel ein, der tausende Mitarbeiter direkt betrifft. Der Softwarekonzern drückt aufs Tempo.

Freiwillige Abfindungen als Novum

Erstmals in seiner 51-jährigen Geschichte bietet Microsoft US-Mitarbeitern freiwillige Abfindungen an. Das Programm richtet sich an Angestellte bis zur Ebene „Senior Director“, bei denen die Summe aus Lebensalter und Betriebsjahren mindestens 70 ergibt. Etwa sieben Prozent der rund 125.000 US-Beschäftigten erfüllen diese Kriterien. Details erhalten die Betroffenen am 7. Mai – Mitarbeiter mit variablen Verkaufsboni sind ausgeschlossen.

Der Schritt folgt auf mehrere Entlassungsrunden im Jahr 2025 und signalisiert, dass der Konzern den Personalabbau diesmal auf sozialverträglichem Weg gestalten will. Parallel dazu vereinfacht Microsoft sein Vergütungssystem: Managern steht künftig mehr Flexibilität bei der Verteilung von Aktienprämien zu, die Zahl der Gehaltsoptionen für Führungskräfte sinkt von neun auf fünf.

Copilot verdrängt Azure als Anleger-Fokus

Auf Analystenseite bleibt die Stimmung konstruktiv. Jefferies bestätigte nach der „Google Cloud Next“-Konferenz 2026 das Kaufvotum mit einem Kursziel von 675 Dollar. Analyst Brent Thill erwartet, dass Investoren ihren Blick zunehmend auf die Marktdurchdringung von Copilot und die Dynamik der M365-Plattform richten werden – weniger auf das Ausmaß, um das Azure die Konsensprognosen übertreffen dürfte. Die Aktie notierte vorbörslich bei rund 419 Dollar.

Hintergrund ist der wachsende Druck auf traditionelle Softwaremodelle: KI-Codiertools von Anbietern wie Anthropic verändern die Branche spürbar. Microsoft reagiert mit hohen Investitionen in Rechenzentren – Kapazitäten, die die steigende Nachfrage nach KI-gestützten Cloud-Diensten decken sollen.

Dass die Bundesverwaltung im vergangenen Jahr 481 Millionen Euro an Microsoft-Lizenzgebühren zahlte – gegenüber 348 Millionen im Vorjahr – zeigt nebenbei, wie tief die Abhängigkeit europäischer Institutionen von der Redmonder Infrastruktur inzwischen reicht. Ein Detail, das die Marktstellung des Konzerns in Europa unterstreicht.

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