Microsoft Aktie: Zwischen Druck und Zuversicht

Microsofts Aktie zeigt kurzfristig technische Schwäche, während Analysten wie Goldman Sachs die Aktie als KI-Profiteur sehen und ein hohes Kursziel nennen. Die Quartalszahlen Ende Januar werden zum Prüfstein.

Die Kernpunkte:
  • Kurs notiert unter 52-Wochen-Hoch in Korrekturphase
  • Goldman Sachs sieht KI als langfristigen Wachstumstreiber
  • Neue KI-Lösung Copilot Checkout für Einzelhandel vorgestellt
  • Quartalsbericht Ende Januar als nächster wichtiger Impuls

Microsoft steckt an der Börse in einer spannenden Zwickmühle: Kurzfristig mehren sich die technischen Warnsignale, während große Investmenthäuser die Aktie als klaren Profiteur des KI-Booms sehen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die aktuelle Schwächephase nur eine Verschnaufpause in einem größeren Aufwärtstrend ist. Eine entscheidende Bewährungsprobe steht schon in wenigen Wochen an.

Technischer Gegenwind nach starkem Jahr

Gestern schloss die Aktie bei 470,67 US‑Dollar und liegt damit gut 3 % unter ihrem 52‑Wochen-Hoch, aber deutlich über dem Tief aus dem vergangenen April. Auf Sicht von sieben Tagen ergibt sich ein moderates Minus, während der Kurs in den letzten 30 Tagen noch zweistellig zugelegt hat – die jüngste Bewegung ist also eher eine Korrektur innerhalb eines insgesamt soliden Jahresverlaufs.

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Aus technischer Sicht zeigt sich allerdings ein kurzfristig fallender Trend, der seit Ende 2025 anhält. Seit dem letzten Quartalsbericht Ende Oktober hat die Aktie in der Spitze mehr als 6 % nachgegeben. Dass der Kurs zugleich merklich über den gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50, 100 und 200 Tage notiert, unterstreicht die Diskrepanz: langfristig bullische Struktur, kurzfristig nachlassende Dynamik. Der RSI im neutralen Bereich signalisiert zudem weder eine klare Überhitzung noch eine überverkaufte Lage.

Wall Street setzt auf KI-Power

Während die Charttechnik eher Vorsicht suggeriert, stellen sich große Adressen an der Wall Street klar auf die optimistische Seite. Goldman Sachs hat am 12. Januar die Beobachtung der Microsoft-Aktie mit einem „Buy“-Rating aufgenommen und ein Kursziel von 655 US‑Dollar ausgegeben – deutlich über dem aktuellen Niveau.

Die Analysten sehen Microsoft in einer Ausnahmeposition unter den großen Tech-Konzernen, wenn es um die Monetarisierung von künstlicher Intelligenz geht. Im Fokus stehen sogenannte „compounding AI product cycles“: sich überlagernde KI-Produktzyklen, die sich gegenseitig verstärken und damit über Jahre zusätzlichen Umsatz- und Gewinnschub bringen könnten. Die hohen Investitionen in KI werten sie nicht als Belastung für das kurzfristige Ergebnis, sondern als Voraussetzung, um diese Effekte konsequent auszuschöpfen.

Neue KI-Produkte als Test für die Story

Parallel zum Analystenrückenwind treibt Microsoft seine KI-Strategie im operativen Geschäft voran. Auf der NRF 2026, einer wichtigen Messe für den Einzelhandel, stellte der Konzern „Copilot Checkout“ vor. Über diese neue Funktion können Nutzer Einkäufe direkt innerhalb des KI-Chatbots abschließen.

Damit zielt Microsoft auf das, was im Markt zunehmend als „agentic commerce“ bezeichnet wird: KI-Agenten übernehmen nicht nur die Beratung, sondern auch konkrete Transaktionen. Für Händler soll das den gesamten Checkout-Prozess vereinfachen und stärker in die bestehende Microsoft‑Infrastruktur integrieren. Der Konzern nutzt damit seine bestehende KI-Plattform, um tiefer in die Abläufe des Handels vorzudringen und zusätzliche Anwendungsfälle für seine Technologie zu schaffen.

Die aktuelle Gemengelage bei der Aktie lässt sich so zusammenfassen:

  • Kurzfristiger Abwärtstrend seit Ende 2025 trotz intakter übergeordneter Struktur
  • Spürbare, aber begrenzte Korrektur seit dem letzten Quartalsbericht
  • Klare Kaufempfehlung von Goldman Sachs mit deutlich höherem Kursziel
  • Strategische Ausweitung der KI-Anwendungen, unter anderem durch Copilot Checkout im Einzelhandel

Ausblick: Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Der nächste klar definierte Impuls für die Aktie steht schon fest: Am 28. Januar 2026 nach Börsenschluss legt Microsoft die Zahlen für das zweite Quartal vor. Dann wird sich zeigen, ob die hohen KI-Investitionen bereits sichtbar in Umsatz und Margen durchschlagen und ob Produkte wie Copilot Checkout die Wachstumserzählung stützen. Für den Markt dürfte insbesondere entscheidend sein, ob das Management die optimistischen Erwartungshaltungen von Analysten wie Goldman Sachs mit konkreten Zahlen und einem überzeugenden Ausblick untermauern kann.

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