Microsoft: Asha Sharma stoppt Copilot auf Xbox
Microsoft beendet die Entwicklung des KI-Assistenten Copilot für Xbox und meldet einen Hardware-Umsatzrückgang von 33 Prozent.

- Copilot für Xbox eingestellt
- Hardware-Umsatz bricht um 33 Prozent ein
- Raymond James stuft Microsoft herab
- KI-Fokus auf konkrete Spielerprobleme
Xbox-Chef Asha Sharma räumt auf. Die neue Leiterin der Spielesparte hat die Entwicklung des KI-Assistenten Copilot für Konsolen gestoppt und kündigt an, den Dienst auch im mobilen Gaming schrittweise einzustellen. Features, die nicht zur neuen Ausrichtung passen, werden abgeschaltet.
Copilot war ursprünglich als kontextsensitiver Spielbegleiter geplant. Microsoft startete im Mai 2025 eine Beta-Version in der Xbox-App und wollte den Dienst 2026 auf Konsolen bringen. Diese Pläne sind nun vollständig vom Tisch — bevor Copilot den Beta-Status je verlassen hatte.
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Hardware im freien Fall
Der Strategieschwenk kommt nicht aus dem Nichts. Im dritten Fiskalquartal 2026 brach der Xbox-Hardware-Umsatz um 33 Prozent ein. Der Gesamtumsatz der Gaming-Sparte fiel auf 5,34 Milliarden Dollar — ein Rückgang von knapp sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Quartal erwartet Microsoft weiteres Minus: Inhalte und Dienste sollen im niedrigen Zehnerprozentbereich nachgeben, Hardware erneut deutlich fallen.
Raymond James hat darauf reagiert. Die Investmentbank stufte Microsoft am 5. Mai auf „Market Perform“ herab und nannte explizit den Hardware-Einbruch als Hauptgrund. Kein Kursziel mehr — ein klares Signal, dass die Bank vorerst keine Aufwärtsbewegung erwartet.
KI bleibt — aber gezielter
Sharma kommt aus Microsofts CoreAI-Bereich und bringt eine klare Agenda mit. Statt eines allgemeinen KI-Assistenten soll die Technologie künftig konkrete Spielerprobleme lösen: bessere Echtzeit-Grafik, schärfere Inhaltsempfehlungen, tiefere Personalisierung. Parallel dazu senkte Microsoft die Preise für Xbox Game Pass und benennt die Gaming-Einheit wieder schlicht „Xbox“.
Das ist eine Neuausrichtung auf das Kerngeschäft — weg von KI als Marketingversprechen, hin zu KI als Werkzeug.
Gesamtkonzern federt ab
Trotz der Gaming-Schwäche hält sich die Microsoft-Aktie. Im Vorbörslichen Handel am Donnerstag notiert sie bei rund 414 Dollar. In Euro gerechnet liegt der Kurs aktuell bei 354,90 Euro — seit Jahresbeginn ein Minus von gut zwölf Prozent, womit Microsoft zu den schwächeren Werten unter den großen US-Technologietiteln zählt.
Der Gesamtkonzern liefert allerdings starke Zahlen. Im dritten Fiskalquartal stieg der Umsatz auf 82,9 Milliarden Dollar, das Betriebsergebnis kletterte um 20 Prozent. Der KI-Umsatz läuft auf Jahresbasis bei 37 Milliarden Dollar, Azure wächst um 40 Prozent. 55 von 58 Wall-Street-Analysten halten trotz des Raymond-James-Rückstufung an Kaufempfehlungen fest — mit einem Kursziel von durchschnittlich 576 Dollar.
Die Gaming-Sparte bleibt das Sorgenkind. Ob Sharmas Neuausrichtung die Hardware-Schwäche strukturell dreht oder nur verwaltet, zeigt sich spätestens mit den Ergebnissen für das vierte Fiskalquartal im Sommer.
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