Microsoft: Copilot auf Token-Abrechnung ab Juni

Microsoft beendet Flatrate für GitHub Copilot. Ab Juni zahlen Entwickler nach Verbrauch. Grund sind explodierende KI-Kosten.

Die Kernpunkte:
  • Flatrate für KI-Tool endet
  • Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch
  • OpenAI-Vertrag grundlegend angepasst
  • Starkes Quartal stützt Aktie

Die Ära der KI-Flatrates endet. Microsoft stellt die Abrechnung für sein Entwicklerwerkzeug GitHub Copilot grundlegend um. Ab Juni 2026 zahlen Nutzer nicht mehr pauschal, sondern nach tatsächlichem Verbrauch. Das Ziel: ausufernde Rechenkosten in den Griff bekommen.

Explodierende Kosten erzwingen Strategiewechsel

Der Schritt ist eine direkte Reaktion auf die teure Realität der künstlichen Intelligenz. Interne Daten zeigen eine drastische Entwicklung. Die wöchentlichen Betriebskosten für GitHub Copilot haben sich seit Jahresbeginn fast verdoppelt. Bisher kostete eine kurze Chat-Frage den Nutzer genauso viel wie stundenlanges, autonomes Programmieren.

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Das neue System erfasst jeden Arbeitsschritt. Eingaben, Ausgaben und zwischengespeicherte Daten verbrauchen sogenannte Tokens. Diese rechnet Microsoft in KI-Credits um, wobei ein Credit einem US-Cent entspricht.

Viele Entwickler reagieren nervös auf die Pläne. Sie fürchten unkalkulierbare Kosten und einen geringeren Gegenwert für ihr Geld. Analysten von Directions on Microsoft teilen diese Bedenken. Pay-as-you-go-Modelle seien im Alltag schwer zu überwachen.

Neue Spielregeln mit OpenAI

Parallel dazu ordnet Microsoft seine wichtigste KI-Partnerschaft neu. Ende April passten der Konzern und OpenAI ihren Grundlagenvertrag an. Microsoft zahlt künftig keine Umsatzbeteiligung mehr an den ChatGPT-Entwickler. Im Gegenzug darf OpenAI seine Produkte nun auch über konkurrierende Cloud-Anbieter wie Amazon oder Google vertreiben.

Die Folge: Microsoft muss nicht mehr den kompletten Rechenzentrumsbedarf von OpenAI finanzieren. Das setzt dringend benötigtes Kapital frei. Der Konzern nutzt dieses Geld nun für den Ausbau eigener Azure-Dienste und integriert verstärkt alternative Modelle wie Anthropics Claude.

Starkes Quartal stützt die Aktie

Trotz hoher KI-Investitionen liefert das Kerngeschäft verlässliche Gewinne. Im dritten Geschäftsquartal kletterte der Umsatz um 18 Prozent auf knapp 83 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn stieg im gleichen Schritt überproportional an. Aktionäre profitierten von milliardenschweren Aktienrückkäufen und Dividenden.

Für das laufende vierte Quartal erwartet das Management ein Umsatzwachstum von bis zu 15 Prozent. Besonders das Cloud-Geschäft Azure soll mit einem anvisierten Plus von rund 40 Prozent die Erwartungen der Wall Street übertreffen. Der eigentliche Härtetest folgt im Juni 2026. Dann muss Microsoft beweisen, dass Entwickler die verbrauchsabhängige Abrechnung akzeptieren, ohne zur Konkurrenz abzuwandern.

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