MicroStrategy Aktie: Analysten uneins
MicroStrategy kaufte Bitcoin für über 2 Milliarden Dollar, doch die Aktie verliert stark an Premium. Analysten sind über die aggressive Strategie und das hohe Schuldenrisiko gespalten.

- Größter Bitcoin-Zukauf seit über einem Jahr
- Aktienkurs verliert massiv an Premium
- Analysten uneins über Bewertung und Risiken
- Hohe Schuldenlast und unrealisierte Verluste
MicroStrategy hat erneut massiv zugekauft: 22.305 Bitcoin für 2,13 Milliarden Dollar binnen einer Woche. Während TD Cowen am 21. Januar das Kursziel von 440 Dollar bekräftigt – fast das Dreifache des aktuellen Kurses –, zeigt sich die Wall Street gespalten. Die Aktie schwankt heftig, das Premium zum Nettovermögen ist kollabiert. Kann die aggressive Strategie überzeugen?
Größter Wochenkauf seit November 2024
Zwischen dem 12. und 19. Januar erwarb MicroStrategy durchschnittlich 95.284 Dollar pro Bitcoin. Finanziert wurde der Deal durch 1,8 Milliarden Dollar aus dem Verkauf von Stammaktien sowie 294,3 Millionen Dollar über die Vorzugsaktien-Klasse STRC.
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Der Bestand wuchs damit auf 709.715 BTC – rund 3,38 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots. Bei den aktuellen Kursen entspricht das einem Wert von etwa 63 Milliarden Dollar. Der durchschnittliche Einstandspreis über alle Käufe liegt bei 75.979 Dollar je Coin.
Kurs unter Druck, dann Erholung
Die Aktie reagierte am 20. Januar mit einem Minus von 7,4 Prozent auf 160,23 Dollar. Anleger sorgten sich offenbar über die Verwässerung durch neue Aktien. Bitcoin selbst fiel zeitgleich um 3,6 Prozent unter die Marke von 91.000 Dollar.
Einen Tag später legte die Aktie 2,23 Prozent auf 163,81 Dollar zu. Rückenwind lieferte die Einschätzung von TD Cowen, die dem negativen Sentiment etwas entgegenwirkte.
Geteilte Meinungen der Experten
Analyst Lance Vitanza von TD Cowen argumentiert, MicroStrategy müsse nicht mit einem Premium zum Bitcoin-Wert handeln, um Mehrwert zu schaffen. Die Vorzugsaktien der STRF-Klasse mit einer jährlichen Rendite von rund 9,6 Prozent hält er für attraktiv. Vitanza prognostiziert einen möglichen Renditeverfall auf 7,9 Prozent bei steigenden Kursen – was einem Kursgewinn von etwa 20 Prozent plus Dividenden entsprechen würde.
Mizuho hingegen senkte am 16. Januar das Kursziel von 484 auf 403 Dollar, trotz unveränderter Outperform-Einstufung. Die Analysten verweisen auf Bedenken hinsichtlich der Bitcoin-Ertragsaussichten. Das Multiplikator-Verhältnis zum Nettovermögen fiel von über 2,4 Ende 2024 auf nur noch 1,1 im Januar 2026 – ein drastischer Rückgang, der das Geschäftsmodell unter Druck setzt.
Schuldenstruktur im Fokus
MicroStrategy schuldet Kreditgebern und Vorzugsaktionären zusammen 21 Milliarden Dollar. Über 844 Millionen Dollar sind im kommenden Jahr fällig. S&P bewertet die Bonität mit Ramschstatus, wenngleich 8,2 Milliarden Dollar unbesicherte Schulden ohne Nachschusspflichten bestehen.
Im vierten Quartal 2025 wies das Unternehmen unrealisierte Verluste von 17,44 Milliarden Dollar auf digitale Vermögenswerte aus – Folge des Bitcoin-Rückgangs im betreffenden Zeitraum.
Quartalszahlen am 5. Februar
Der Bericht zum vierten Quartal 2025 wird am 5. Februar 2026 erwartet. Investoren achten vor allem auf die Bitcoin-Ertragsmetriken, Pläne zur Kapitalbeschaffung und mögliche Hinweise auf eine Aufnahme in den S&P 500.
Der Analystenkonsens liegt bei “Moderate Buy” mit einem durchschnittlichen Kursziel zwischen 435 und 474 Dollar. Die Spannweite der Schätzungen reicht jedoch von 229 bis 705 Dollar – ein Zeichen für die hohe Unsicherheit rund um die Aktie.
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