MicroStrategy Aktie: Institutionen steigen ein
Der Pensionsfonds LASERS investiert in MicroStrategy, während Standard Chartered sein Bitcoin-Kursziel für 2026 halbiert. Analysten halten an hohen Kurszielen fest.

- Standard Chartered halbiert Bitcoin-Prognose für 2026
- Pensionsfonds LASERS steigt mit Millionenbetrag ein
- Analysten sehen weiterhin über 130 % Aufwärtspotenzial
- Aktie zwischen institutioneller Unterstützung und Makrorisiken
MicroStrategy gerät zwischen zwei Kräfte: eine deutlich reduzierte Bitcoin-Prognose und frische Unterstützung von institutioneller Seite. Während der Titel in Europa unter leichten Abgabedruck gerät, halten große Adressen an ambitionierten Kurszielen fest.
Standard Chartered senkt Bitcoin-Ziel
Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist die neue Bitcoin-Prognose von Standard Chartered. Analyst Geoff Kendrick hat sein Kursziel für 2026 von 300.000 auf 150.000 US‑Dollar halbiert.
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Ein Niveau von 150.000 US‑Dollar würde zwar weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Bitcoin-Kurs bedeuten. Gleichzeitig dämpft die gesenkte Obergrenze jedoch die Spekulation, die häufig den Bewertungsaufschlag von MicroStrategy stützt.
Kendrick begründet seinen vorsichtigeren Ansatz mit der Erwartung, dass die aggressiven Käufe sogenannter „Digital Asset Treasury Companies“ an Dynamik verlieren könnten – ein Segment, in dem MicroStrategy klar dominiert. Mit mehr als 687.000 gehaltenen Bitcoin bleibt der Aktienkurs eng an solche langfristigen Bewertungsmodelle gekoppelt.
Pensionsfonds LASERS steigt ein
Auf der anderen Seite sorgt ein prominenter Neuinvestor für Rückenwind aus institutioneller Richtung. Das Louisiana State Employees’ Retirement System (LASERS), ein öffentlicher Pensionsfonds mit rund 14,5 Milliarden US‑Dollar an verwaltetem Vermögen, hat eine Position in MicroStrategy offengelegt.
Der Einstieg umfasst etwa 17.900 Aktien im Wert von rund 3,2 Millionen US‑Dollar. Damit sendet der Fonds mehrere Signale an den Markt:
- Regulierter Bitcoin-Zugang: Pensionskassen nutzen MicroStrategy zunehmend als Stellvertreter, um in reguliertem Rahmen an der Bitcoin-Volatilität zu partizipieren.
- Modell-Bestätigung: Der Einstieg eines konservativen, milliardenschweren Staatsfonds wertet das Treasury-Modell des Unternehmens als investierbar für traditionelles Kapital auf.
- Höhere Risikobereitschaft: Der Fonds akzeptiert die hohe Schwankungsintensität der Aktie, um die Chance auf asymmetrische Renditen zu erhalten.
Gemischtes Marktumfeld in Europa
Das europäische Umfeld liefert heute ein gemischtes Bild. Der DAX hält sich oberhalb von 25.200 Punkten und zeigt sich damit robust, obwohl neue handelspolitische Spannungen für Unsicherheit sorgen. Jüngste Zoll-Drohungen von US‑Präsident Trump gegenüber europäischen Staaten haben zwar die Stimmung eingetrübt, aber bislang keine deutliche Flucht aus Standardwerten ausgelöst.
Titel mit hoher Schwankungsanfälligkeit wie MicroStrategy reagieren dagegen sensibler auf diese geopolitischen Signale. Während der Leitindex stabil bleibt, sind risikoreichere Werte von geringeren Umsätzen und vorsichtiger Positionierung geprägt, was die Kursverluste im Frankfurter Handel verstärkt.
Analysten bleiben deutlich positiv
Zwischen dem aktuellen Kurs von 173,71 US‑Dollar und den Einschätzungen großer Häuser klafft weiter eine breite Lücke. Trotz der jüngsten Schwankungen bekräftigen mehrere Institute ihre klar positiven Langfristziele für 2026:
- TD Cowen: 440 US‑Dollar
- Mizuho: 403 US‑Dollar
Ausgehend vom aktuellen Niveau entspricht dies einem theoretischen Aufwärtspotenzial von mehr als 130 %. Die Analysten blicken damit über die aktuelle Konsolidierungsphase am Kryptomarkt hinaus. Im Fokus steht die Fähigkeit des Unternehmens, seine Bitcoin-Bestände weiter zu auskömmlichen Konditionen auszubauen und von den langfristigen Angebotsverknappungseffekten der Kryptowährung zu profitieren.
Zwischen kurzfristigem Druck und langfristiger Story
Zum Start in die neue Woche bleibt die Ausgangslage zweigeteilt. Die Aktie weist seit Jahresbeginn ein Plus von rund 14 % auf und liegt damit vor vielen Technologiewerten. Gleichzeitig machen die gesenkte Bitcoin-Prognose und ein ausgedünntes Handelvolumen in der Ferienzeit den Kurs in Europa anfällig für kurzfristige Verkäufe.
Am Dienstag rückt die Wiederaufnahme des US‑Handels in den Mittelpunkt. Dann dürfte sich zeigen, in welchem Ausmaß die Unterstützung durch Investoren wie LASERS die derzeit gedämpfte Stimmung infolge des überarbeiteten Krypto-Ausblicks ausbalancieren kann und wie stark sich der Konflikt zwischen langfristigem institutionellem Vertrauen und kurzfristigen makroökonomischen Gegenwinden im Kurs niederschlägt.
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