Microvision: Vorstand erhält Aktienzuteilungen
Microvision vergab RSUs an vier Verwaltungsratsmitglieder, während die Aktie bei 1,65 USD nahe dem 52-Wochen-Tief notiert.

- Vier Direktoren erhielten jeweils 4.670 Aktien
- Zuteilungen erfolgten über ein Vergütungsprogramm
- Aktie schloss nahe dem Jahrestief
- Marktwert sank auf rund 45,38 Millionen Euro
Die Microvision-Aktie kämpft weiterhin mit einem massiven Wertverlust und notiert gefährlich nah an ihrem Jahrestief. Während der Kurs seit Jahresbeginn um 87 % eingebrochen ist, meldete das Unternehmen nun Zuteilungen von Aktienpaketen an mehrere Mitglieder des Verwaltungsrats. Diese Transaktionen erfolgten im Rahmen eines Turnusplans, während das allgemeine Marktumfeld für den Spezialisten von LiDAR-Technologien schwierig bleibt.
Automatisierte Aktienzuteilungen an die Führungsebene
Am Dienstag erhielten insgesamt vier Mitglieder des Board of Directors neue Anteile an der Microvision Inc. durch das sogenannte Vesting von Restricted Stock Units (RSUs). Medienberichten zufolge wurden Jada Smith, Laura J. Peterson, Peter Schabert und Robert Paul Carlile jeweils 4.670 Stammaktien gutgeschrieben. Diese Zuteilungen basieren auf einem Aktienvergütungsprogramm, das am 16. Juli 2026 beschlossen wurde und eine schrittweise Übertragung in vierteljährlichen Tranchen vorsieht.
Besonders deutlich erhöhten sich dadurch die Positionen von Robert Paul Carlile, der nun direkt über 42.051 Aktien verfügt. Auch bei den anderen Direktoren wuchsen die Bestände an: Jada Smith hält nach der jüngsten Transaktion 16.440 Anteile, während Peter Schabert nun 15.902 und Laura J. Peterson 11.977 Aktien kontrolliert.
Da es sich um geplante Zuteilungen handelt, liegen diesen Vorgängen keine aktiven Kaufentscheidungen am freien Markt zugrunde, wie sie bei klassischen Insiderkäufen üblich wären. Dennoch verdeutlichen sie die laufende Bindung der Führungskräfte an das Unternehmen in einer Phase extremer Kursschwäche.
Aktie verharrt am 52-Wochen-Tief
An der Börse konnte die Nachricht über die Zuteilungen den Abwärtstrend bisher nicht stoppen. Das Papier beendete den Handel am gestrigen Mittwoch bei 1,65 USD und liegt damit nur hauchdünn über dem am selben Tag markierten 52-Wochen-Tief von 1,64 USD. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat der Wert damit rund 90 % seines Preises verloren. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens ist inzwischen auf umgerechnet rund 45,38 Millionen Euro zusammengeschrumpft.
Die operative Nachrichtenlage konnte den Verkaufsdruck in den letzten Wochen ebenfalls nicht bremsen. Vor rund einem Monat kündigte Microvision den Start der MOVIA Air Produktfamilie an, um neue Marktsegmente zu erschließen. Seit dieser Veröffentlichung hat der Aktienkurs jedoch weitere 49,4 % an Wert eingebüßt.
Anleger reagieren damit weiterhin zurückhaltend auf die technologischen Fortschritte, während das Papier im Vergleich zu seinen längerfristigen Durchschnittswerten weit abgeschlagen bleibt. Die extrem hohe Volatilität der letzten 30 Tage unterstreicht zudem die Unsicherheit der Marktteilnehmer bezüglich der weiteren Entwicklung.
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