Midea Group Aktie: Joint-Ventures mit Electrolux starten

Die Gemeinschaftsunternehmen haben den Betrieb aufgenommen; Midea kaufte zudem eigene Aktien zurück und plant eine Hauptversammlung am 13. Oktober.

Die Kernpunkte:
  • Drei Gemeinschaftsunternehmen operativ gestartet
  • Regionale Produktion soll sich etwa verdoppeln
  • Midea erwarb 3,762 Millionen eigene A-Aktien
  • Außerordentliche Hauptversammlung für Oktober einberufen

Gestern haben Midea Group und die Electrolux Group den operativen Start aller drei gemeinsamen Nordamerika-Joint-Ventures bekannt gegeben. Die beiden Konzerne planen, die jährliche regionale Produktion in den Bereichen Food Preservation und Fabric Care in etwa zu verdoppeln. Zugleich soll das Angebot auf neue Produktkategorien ausgedehnt werden. Die Aktie von Midea schloss am Freitag bei 10,31 Euro mit einem Minus von 1,0 Prozent.

Der operative Start der Gemeinschaftsunternehmen markiert einen gezielten Schritt zur Festigung der Marktpräsenz in Nordamerika. Durch die gebündelte Fertigung wollen Midea und Electrolux nicht nur das Produktionsvolumen drastisch steigern, sondern auch Skaleneffekte realisieren. Die Zusammenarbeit erstreckt sich über zentrale Segmente der Haushaltsgroßgeräte und soll die Effizienz der gesamten regionalen Lieferkette stärken.

Dazu passt der Ausbau der Entwicklungsstrukturen auf dem nordamerikanischen Kontinent. Bereits am Mittwoch eröffnete Midea America Corp. das vergrößerte Louisville Research Center. Die Forschungseinrichtung wuchs dabei auf 157.000 Quadratfuß an und wurde um 22 Labore ergänzt. Damit will das Unternehmen Neuentwicklungen schneller zur Marktreife bringen und technische Anpassungen direkt vor Ort erproben.

Außerordentliche Hauptversammlung terminiert

Neben den industriellen Fortschritten in Übersee stehen bei Midea wichtige Entscheidungen auf Konzernebene an. Das Unternehmen hat seine erste außerordentliche Hauptversammlung für den 13. Oktober 2026 einberufen. Auf der Agenda steht die Billigung des Zwischengewinnvorschlags für das laufende Geschäftsjahr. Zudem sollen die Aktionäre über die Einziehung bestimmter gesperrter Aktien aus früheren Vergütungsprogrammen abstimmen.

Eigene Anteile am Markt erworben

Bereits vor der anstehenden Abstimmung war der Konzern am Aktienmarkt aktiv. Medienberichten zufolge kaufte Midea am Mittwoch 3,762 Millionen eigene A-Aktien für 303 Millionen RMB zurück. Es handelte sich bereits um den zweiten Rückkauf innerhalb weniger Tage, nachdem der Konzern am Montag weitere Papiere erworben hatte.

Mit den Transaktionen und der geplanten Gewinnverwendung setzt Midea Signale an die Anteilseigner, während gleichzeitig erhebliche Mittel in den Ausbau der globalen Fertigungsbasis fließen. Die Anleger honorieren die strategische Entwicklung trotz kurzfristiger Schwankungen: Seit Jahresbeginn weist die Aktie einen Wertzuwachs von 11 Prozent auf.

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