Mikron bremst deutlich die Erwartungen, Aktie stagniert

In die Reihe der zahlreichen Berichterstattungen für das erste Halbjahr reihte sich auch die Schweizer Mikron Holding ein. Wirklich positiv sind die Ergebnisse des Unternehmens jedoch nicht zu bewerten, was eine Reduzierung der Erwartungen für das restliche Geschäftsjahres nach sich zog.

 

© Mikron Holding
© Mikron Holding

Der starke Schweizer Franken und darüber hinaus ein volatiler Auftragseingang wirkte sich negativ auf den Geschäftsverlauf aus. Die starken Schwankungen im Auftragseingang hatten zur Folge, dass es an den einzelnen Standorten zu keiner ausgeglichenen Auslastung in der Produktion kam.

 

Umsatz bei Mikron auf rückläufigem Niveau

Der Umsatz ging um 10% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 107,8 Mio. Schweizer Franken zurück. Bei unveränderten Wechselkursen hätte man hier ein um rund 9,2 Mio. Schweizer Franken besseres Ergebnis erzielt.

Der Rückgang war in beiden Geschäftsbereichen spürbar. Die Sparte Automation lag mit einem Minus von 3% unter dem Vorjahreswert und die Sparte Machining mit einem Minus von 16%.

Der Auftragsbestand erreichte per Ende Juni mit 124,1 Mio. Schweizer Franken einen Wert, der um 8% niedriger als im Vorjahreszeitraum lag. Der Eingang der Bestellungen reduzierte sich um 15% und erreichte damit 118,3 Mio. Schweizer Franken.

 

Beide Geschäftsbereiche mit Verlusten

Damit musste Mikron einen EBIT-Verlust von 2,7 Mio. Schweizer Franken ausweisen. Der Anteil der Sparte Automation lag hier bei -0,4 Mio. Schweizer Franken, die Sparte Machining wies -3,8 Mio. Schweizer Franken aus. Lässt man die negativen Währungseinflüsse unberücksichtigt, wäre das Ergebnis auf einem ausgeglichenen Niveau gewesen und die Sparte Automation hätte trotz des Umsatzrückgangs die Profitabilität weiter steigern können.

Positiv entwickelte sich der Absatzmarkt in den USA in der Sparte Automation. In Europa verspürte Mikron dagegen einen erhöhten Druck auf die Margen, was auch an der Aufhebung des Euromindestkurses durch die Schweizer Nationalbank gelegen hat.

Sorgen bereitet dem Konzern auch die Konkurrenz, besonders durch deutsche Unternehmen. Die Sparte Automation konnte dabei das Niveau des sehr hohen Bestelleingangs im Vorjahr nicht halten. In der Sparte Machining verzeichnete der Konzern einen sehr uneinheitlichen Geschäftsverlauf.

Werkzeuge und Ersatzteile erfreuten sich weiterhin einer sehr guten Nachfrage. Das Maschinengeschäft jedoch litt im 2. Quartal unter einem Rückgang.

 

Ausblick wurde gedämpft

Den Rest des Geschäftsjahres sieht der Vorstand von Mikron geprägt von Unsicherheiten. Für den Auftragseingang im Maschinengeschäft wird hier weiter mit einer hohen Volatilität gerechnet. Dazu kommt der massive Margendruck bei den Schweizer Gesellschaften.

Positiv wird für die Sparte Automation der weitere Geschäftsverlauf in den USA gesehen. Für diesen Geschäftsbereich rechnet der Vorstand mit einem Anstieg der Umsätze und eine Rückkehr in die Gewinnzone.

Dennoch korrigierte Mikron die eigenen Erwartungen nach unten. Neu wird nun mit einem Umsatz gerechnet, der leicht unter dem Vorjahreswert liegen soll. Das EBIT wird dabei nur knapp im positiven Bereich erwartet.

 

Aktie stagniert

Seit Juli letzten Jahres vollzogen die Papiere von Mikron eine stetige Abwärtsbewegung. In der Folge ging es von 8,96 Schweizer Franken bis auf  5,89 Schweizer Franken Anfang Mai bergab.

150723 Mikron

Damit schien dann auch die Bodenbildung erfolgt zu sein. Seither pendelt der Wert zwischen 5,91 Schweizer Franken bis 6,25 Schweizer Franken. Die Zahlen für das 1. Halbjahr werden sicherlich nicht dazu führen, dass sich an diesem Chartbild über kurze Sicht grundlegend etwas verändert.

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