Military Metals Aktie: 15-Tage-Frist für Beschwerde läuft
Slowakische Behörden entziehen Military Metals die Explorationsgenehmigung für das Trojárová-Projekt. Die Aktie bricht um fast 40 Prozent ein.

- Explorationsgenehmigung für Trojárová entzogen
- Aktie stürzt um 38,5 Prozent ab
- Unternehmen plant rechtliche Schritte
- Frische Ressourcenschätzung betroffen
Slowakische Behörden haben das Explorationspermit für das Antimongold-Projekt Trojárová von Military Metals widerrufen. Die Folge: ein Handelsstopp, ein Kurseinbruch von fast 40 Prozent an einem einzigen Tag — und ein Unternehmen, das jetzt auf den Rechtsweg setzt.
Permit-Entzug trifft auf frische Ressourcenschätzung
Kanadas Regulierungsbehörde CIRO hatte den Handel am Donnerstag, 28. Mai, um 15:28 Uhr ET wegen „ausstehender Neuigkeiten“ ausgesetzt. Am Freitagmorgen um 8:00 Uhr ET nahm der Markt den Handel wieder auf — und preiste sofort ein, was dahintersteckte.
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Slowakiens Umweltministerium hatte das Explorationspermit für Trojárová ohne Vorankündigung entzogen. Military Metals akzeptiert die Entscheidung nicht. Das Unternehmen prüft rechtliche Schritte und plant eine Beschwerde beim Minister. Diese muss innerhalb von 15 Tagen nach dem Entscheidungsdatum eingereicht werden.
Der Zeitpunkt trifft das Unternehmen besonders hart. Erst am 22. Mai hatte Military Metals einen NI-43-101-konformen technischen Bericht auf SEDAR+ eingereicht. Dieser stützt eine erste Mineralressourcenschätzung für Trojárová: 6,5 Millionen Tonnen mit einem Antimongehalt von 1,02 Prozent und 1,06 Gramm Gold pro Tonne — insgesamt 67.000 Tonnen Antimon und 222.000 Unzen Gold. Die Geologie war gerade erst quantifiziert worden. Nun steht das Permit dahinter in Frage.
Kurs bricht auf Jahrestief ein
Der Freitagshandel zeigte, wie schnell der Markt neu bewertet. Die Aktie eröffnete bei C$0,18, fiel zwischenzeitlich auf C$0,16 — das 52-Wochen-Tief — und schloss bei C$0,24. Das entspricht einem Tagesverlust von 38,46 Prozent bei einem Volumen von rund 1,81 Millionen Aktien.
Auf Wochensicht verlor die Aktie knapp 37 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 22. Mai. Seit Ende April summiert sich der Rückgang auf über 44 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch lag bei C$0,69.
Der Schlusskurs von C$0,24 liegt deutlich unter dem Fünf-Tage-Durchschnitt von rund C$0,36 und dem 20-Tage-Durchschnitt von etwa C$0,39. Der technische Ausblick zeigt „40 % Verkaufssignal“, der Relative-Stärke-Index fiel unter 20 — extremes überverkauftes Terrain.
Beschwerde-Frist als nächster Katalysator
Erste Unterstützung liegt bei C$0,1767, zweite bei C$0,1133. Auf der Oberseite markiert C$0,2867 den ersten Widerstand, C$0,3333 den zweiten.
Military Metals hat angekündigt, Aktionäre über den Fortgang des Beschwerdeverfahrens zu informieren. Jede offizielle Mitteilung zur Beschwerde oder zum Status des Permits wäre der nächste kursrelevante Schritt — für ein Unternehmen, das gerade von einem Geologieprojekt zu einem Rechtsfall geworden ist.
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