Millennial Lithium: Wirklich Grund zu neuer Hoffnung?

Wer sich mit Rohstoffaktien beschäftigt, kennt in der Regel die drei großen Gruppen: Explorer, Junior Producer und Senior Producer. Diese Klassifizierung lässt sich in nahezu allen Rohstoffarten wieder finden, so auch beim Lithiumabbau. Die in diesem Zusammenhang in jüngster Zeit häufig genannte Millennial Lithium gehört dabei zu den Explorern, die aufgrund eines faktisch noch nicht existenten operativen Geschäftes meist Pennystocks sind mit einem entsprechend hohen Risiko.

Dennoch: Für entsprechend spekulativ aufgestellte Anleger sind solche Werte sicherlich auch interessant, da hier neue Erkenntnisse zu Lagerstätten und Reserven oftmals ein überproportional hohen Kursgewinn versprechen (bei Enttäuschung natürlich auch ein entsprechend hohes Verlustrisiko).

Negatives Sentiment lastet auf Aktie

Millennium Lithium hat diesbezüglich bislang ein sehr schlechtes Jahr hinter sich bringen müssen. Von Höchstkursen bei 3,20 Euro sackte die Aktie zeitweise bis knapp unter einen Euro ab. Was im direkten Zusammenhang mit den negativen Brancheneinschätzungen zum Jahresanfang steht (wir berichteten). Dies lastet immer noch auf dem Wert, insbesondere weil Millennium Lithium eben als Explorer noch keine Produktionserlöse vorweisen kann.

Millennial Lithium mit interessanten Bohrwerten

Immerhin: Jüngste Ergebnisse zu Probebohrungen, die das Unternehmen in seinem Pastos Grandes Projekt in Argentinien vorgenommen hatte, liefern eine recht ansehnliche Perspektive. So wurde aus den Probebohrungen gemeldet, dass hier Konzentrationen von Lithium bis zu 500 mg/Liter festgestellt werden konnten. Im direkten Vergleich zu anderen Minen, die sowohl entwickelt als auch bereits ausgebeutet werden, ist dies ein sehr guter Wert, wenngleich er bei weitem nicht an die höchsten Konzentrationen herankommt, die beispielsweise  für das Green Energy Lithium Projekt in Utah/USA mit 1.700 mg/Liter gemessen wurden.

Wie geht es mit der Charttechnik weiter?

Die guten Bohrergebnisse von Millennial Lithium führten im Laufe der vergangenen Woche zu einigen Kursgewinnen, mit denen sich die Aktie wieder von der 1-Euro-Marke lösen konnte. Unterstützend wirkten hier auch die technischen Indikatoren wie beispielsweise die Stochastik, die vorher eine überverkaufte Situation signalisierte.

Allerdings kann charttechnisch noch keine Entwarnung gegeben werden. Denn dies dürfte erst dann der Fall sein, wenn die gleitenden Durchschnitte bei derzeit 1,30 für die 50-Tage-Linie bzw. 1,41 Euro für die 100-Tage-Linie wieder überwunden werden konnten. Damit hätte die Aktie auch den kurzfristigen Abwärtstrend seit Mai wieder nach oben durchbrechen können. Was sicherlich aus spekulativen Gesichtspunkten heraus eine interessante Marktlage liefern würde.

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