MLP kürzt nach schwächerem Gewinn die Dividende

Beim Finanzdienstleister MLP lief es im vergangenen Geschäftsjahr nicht rund. Vor allem sorgten  Einmal-Aufwendungen für eine deutliche Gewinnbelastung, was sich nun auch negativ auf die Dividende für das Geschäftsjahr auswirken soll.

Im vergangenen Jahr setzte MLP ein Spar- und Effizienzprogramm um. Dies belastete den Nettogewinn allerdings einmalig, sodass dieser um 5,1 Millionen Euro auf 14,7 Millionen Euro zurückging. Beim operativen Gewinn auf der Basis des EBIT verbuchte der Finanzdienstleister einen Abschlag um fast 36 % auf nur noch 19,7 Millionen Euro.

Dennoch gab sich das Unternehmen optimistisch. Dies vor allem deshalb, weil man den Umsatz um gut 10 % auf 610,4 Millionen Euro steigern konnte. Das EBIT konnte dabei unter Herausrechnung der genannten Sonderaufwendungen um 14,3 % auf 35,1 Millionen Euro zulegen. Außerdem hätte man, so MLP, Marktanteile hinzugewinnen und die Neukundengewinnung beschleunigen können.

Für das neue Geschäftsjahr sieht der Finanzmakler weitere Zusatzbelastungen aus der Restrukturierung. Diese sollen sich auf rund 9 Millionen Euro belaufen. Dennoch will man beim operativen Ergebnis mindestens 36 Millionen Euro erzielen.

Die Börse gibt sich allerdings vorerst skeptisch. Zumal MLP gleichzeitig ankündigte, wegen des geringeren Gewinns die Dividende für das zurückliegende Jahr von zuvor 0,12 Euro je Aktie auf nur noch 0,08 Euro je Aktie absenken zu wollen. Nach einem deutlichen Aufschwung in den vergangenen zwölf Monaten reagiert die Aktie auf die neuen Zahlen und die Dividendenkürzung heute mit einem kräftigen Abschlag von über 3 %.

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