Moderna Aktie: 766 Millionen Dollar Förderung gestrichen

Moderna verliert 766 Mio. US-Förderung für Grippeimpfstoffe, startet aber Phase-3-Studie zu Vogelgrippe-Kandidat mRNA-1018 mit CEPI-Unterstützung.

Die Kernpunkte:
  • US-Regierung streicht 766 Mio. Dollar Förderung
  • Phase-3-Studie zu Vogelgrippe-Impfstoff läuft an
  • CEPI springt mit 54,3 Mio. Dollar ein
  • Moderna-Aktie verliert 14 Prozent im Monat

Staatlicher Rückzug trifft auf klinischen Fortschritt— bei Moderna verschieben sich die Gewichte in der Impfstoffentwicklung. Während die US-Regierung hunderte Millionen Dollar an Fördergeldern streicht, startet das Unternehmen die entscheidende Testphase für seinen Vogelgrippe-Impfstoff.

Strategiewechsel in Washington

Das US-Gesundheitsministerium hat zugesagte Mittel in Höhe von rund 766 Millionen Dollar storniert. Diese Gelder waren ursprünglich für die Spätphase der Entwicklung und die Bevorratung von mRNA-Impfstoffen gegen Pandemie-Grippen vorgesehen. Betroffen ist unter anderem das Programm gegen das H5N1-Virus.

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Um den Zeitplan der klinischen Tests zu halten, sicherte sich Moderna alternative Unterstützung. Die Forschungsallianz CEPI stellt bis zu 54,3 Millionen Dollar für den Kandidaten mRNA-1018 bereit. Parallel dazu begann die Rekrutierung für eine Phase-3-Studie mit 4.000 Teilnehmern in den USA und Großbritannien. In frühen Tests erreichten fast 98 Prozent der Probanden nach zwei Dosen den angestrebten Immunschutz.

Bilanz zum Jahresauftakt fällt gemischt aus

Die finanziellen Rahmenbedingungen des Biotech-Konzerns bleiben herausfordernd. Im ersten Quartal 2026 stand einem Umsatz von 389 Millionen Dollar ein Nettoverlust von 1,3 Milliarden Dollar gegenüber. Dieses Ergebnis wurde maßgeblich durch eine Sonderbelastung aus einem Rechtsvergleich gedrückt.

Indes veräußerte Moderna-Präsident Stephen Hoge im Rahmen eines Handelsplans Aktien für rund 2,58 Millionen Dollar. Trotz der hohen Quartalsverluste bleibt die Kapitalausstattung solide. Das Unternehmen verfügte Ende März über Barmittel und Anlagen im Wert von 7,5 Milliarden Dollar.

An der Börse sorgte der Entzug der Staatsgelder für Druck auf den Kurs. Die Aktie verlor innerhalb eines Monats rund 14 Prozent und notiert derzeit bei 39,70 Euro. Auf Jahressicht bleibt das Papier mit einem Plus von rund 50 Prozent jedoch einer der stärksten Werte im Sektor.

Ein entscheidender Impuls wird im August erwartet. Dann entscheidet die US-Gesundheitsbehörde FDA über die Zulassung des saisonalen Grippeimpfstoffs mRNA-1010. Jüngste Daten bescheinigen dem Kandidaten eine deutlich höhere Wirksamkeit gegenüber herkömmlichen Präparaten.

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