Mögliche US-Militärschläge treiben Ölpreis über 102 Dollar
Brent verteuerte sich um 2,26 Prozent; Förderausfälle im Golf von Mexiko und Spannungen um Iran belasten das Angebot.

- Brent gewinnt 2,26 Prozent
- Preis erreicht 102,56 Dollar je Barrel
- Förderung sinkt um über 510.000 Barrel täglich
- US-Angriffe auf iranische Ziele noch offen
Berichte über erwogene US-Angriffe auf iranische Ziele haben die Rohölpreise am Donnerstag spürbar nach oben getrieben. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember verteuerte sich um 2,26 Prozent auf 102,56 Dollar. Marktteilnehmer hatten bislang überwiegend darauf gesetzt, dass Washington eine militärische Eskalation vor den Zwischenwahlen im November meiden würde.
Nun stehen jedoch Optionen für direkte Angriffe im Raum, über deren Umfang und tatsächliche Umsetzung in Washington noch beraten wird. Die Aussicht auf eine Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten trifft auf einen ohnehin angespannten Energiemarkt, an dem kriegerische Auseinandersetzungen die Ausfuhren bereits seit Monaten beeinträchtigen. Im Persischen Golf geriet zuletzt ein Tankschiff rund 90 Kilometer nördlich von Katar unter Beschuss.
Wetterfront verknappt das Angebot zusätzlich
Parallel zur geopolitischen Lage verschärft sich die Versorgungslage in Nordamerika. Ölkonzerne im Golf von Mexiko drosselten ihre Förderung um mehr als 510.000 Barrel pro Tag. Das entspricht rund einem Viertel der dortigen Gesamtproduktion.
Grund für den Förderstopp ist ein Tropensturm, der sich zu einem Hurrikan ausgewachsen hat. Entlang der nördlichen Golfküste drohen von Freitag an bis ins Wochenende hinein erhebliche Beeinträchtigungen der Infrastruktur.
In anderen Teilen des Nahen Ostens halten die militärischen Spannungen ebenfalls an. Das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis meldete nach Angriffen auf heimische Flughäfen die Zerstörung von 82 Zielen der Huthi-Miliz im Jemen.
Zwar haben sich einige Lieferungen aus der Golfregion zuletzt erholt, hohe Frachtraten und ein knappes Produktangebot stützen das Preisniveau jedoch weiterhin. Bis zum Wochenende richtet sich das Augenmerk vor allem auf die Hurrikan-Schäden an den Förderplattformen im Golf von Mexiko sowie auf politische Signale aus Washington im Vorfeld der November-Wahlen.
Stand heute, 8. Oktober: Nvidia – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Nvidia investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 8. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




