Morning Briefing: Mit Hamburger Hafen, Stada, Aumann und Encavis

HAMBURGER HAFEN UND LOGISTIK: Im zweiten Quartal des Jahres musste die HHLA überdurchschnittliche Einbußen beim Gewinn hinnehmen, während auch die Umsätze rückläufig waren. Wie das Unternehmen mitteilte, setzte sich die konjunkturbedingte Mengenentwicklung, die bereits im ersten Quartal zu einem starken Rückgang geführt hatte, auch im zweiten Quartal fort. Zudem wurden Container an den Hamburger Containerterminals kürzer gelagert, was zu einem Rückgang der Lagergelderlöse führte. Die bereits im Juli gesenkte Prognose für das Gesamtjahr wurde von dem Hafenbetreiber bestätigt. Im Zeitraum von April bis Juni sank der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf Konzernebene um 24 Prozent auf rund 72 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge verschlechterte sich um 4,3 Prozentpunkte auf 19,8 Prozent. Vor Zinsen und Steuern musste ein Rückgang von 42 Prozent verzeichnet werden. Nach Steuern und Dritten betrug der Gewinnrückgang 75 Prozent auf 5,4 Millionen Euro. Der Umsatz ging um 8 Prozent auf 362 Millionen Euro zurück.

STADA: Der Arzneimittelhersteller konnte im ersten Halbjahr 2023 ein zweistelliges Wachstum verzeichnen. Dieses beeindruckende Wachstum ist auf eine überdurchschnittliche Leistung in allen drei strategischen Geschäftsbereichen – Consumer Healthcare, Generika und Spezialpharmazeutika – zurückzuführen. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Stada einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 875 Millionen Euro. Laut Unternehmensangaben stieg der Umsatz in den Monaten Januar bis Juni 2023 um 16 % auf 2,1 Milliarden Euro. Das EBITDA wuchs um 30 % auf 509 Millionen Euro. In den vergangenen fünf Jahren hat das Unternehmen das Ergebnis nahezu verdoppelt: Im Jahr 2018 betrug das Halbjahres-EBITDA von Stada 260,6 Millionen Euro.

AUMANN: Der Anlagenbauer konnte im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres einen deutlichen Umsatzanstieg und höhere Gewinne verzeichnen. Das Unternehmen profitierte dabei maßgeblich von der starken Expansion im Bereich E-Mobility. Der zuvor prognostizierte Jahresausblick wurde bestätigt und die Zahlen sprechen für sich: Der Umsatz stieg um 29 % auf 119 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten. Insbesondere das Segment E-Mobility wuchs um beeindruckende 51,4 % auf 88,3 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge kletterte von 3,3 auf 6,5 %. Das Ergebnis von Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich von rund 3,0 auf signifikant 7,8 Millionen Euro. Das bereinigte adjusted EBITDA betrug 8,1 (Vj: 3,0) Millionen Euro bei einer adjusted EBITDA-Marge von 6,8 (3,2) %. Auch nach Steuern konnte Aumann mit einem Gewinn von 3,8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (79.000 Euro) eine enorme Steigerung verzeichnen.

ENCAVIS: Der Wind- und Solarparkbetreiber hat nach einem schwachen zweiten Quartal den Ausblick bestätigt. Dies setzt jedoch laut Jefferies-Analysten „normale Wetterbedingungen“ voraus, um die Prognosen zu erreichen. Das erwartet schwache Quartal, das durch rückläufige Energiepreise, schlechtes Wetter in den Kernmärkten und einem positiven Konsolidierungseffekt bei Stern Energy beeinflusst wurde, konnte Encavis liefern. Zwar blieb der Umsatz um 4 % hinter den Konsenserwartungen zurück, jedoch übertraf der operative Gewinn je Aktie die Markterwartung um 5 %. Der Cashflow sank im Vergleich zum Vorjahr um 35 % und verfehlte die Erwartungen mit 8 % am stärksten.

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