Morning Briefing: Mit Siemens, Scout24, RTL Group, Sixt, Wacker Neuson, Fraport, Palantir und Beyond Meat

SIEMENS: Der Technologiekonzern ist mit einem möglichen Korruptionsskandal konfrontiert ist, wie die „Welt“ berichtet. Ein hochrangiger Mitarbeiter in Österreich wurde verhaftet. Siemens bestätigte die Vorwürfe und verwies auf die staatsanwaltlichen Ermittlungen, die erst durch eine interne Meldung ausgelöst wurden.

SCOUT24 konnte im zweiten Quartal des Jahres eine Steigerung des Umsatzes und Gewinns verzeichnen. Hierbei profitierte das Unternehmen von einer hohen Nachfrage nach Vermarktungs- und Plus-Produkten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz um 11,2 % auf 122,0 Millionen Euro. Gleichzeitig erhöhte sich das EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit um 26,1 % auf 78,2 Millionen Euro, was einer EBITDA-Marge von 64,2 % entspricht. Der Gewinn nach Steuern und Dritten stieg sogar um 61,8 % auf 43,4 Millionen Euro. Je Aktie verdiente das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr mit 0,59 Euro fast das Doppelte. Gleichzeitig wurde die Prognose für das Wachstum des EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit auf 18 bis 19 % erhöht, anstatt der bisherigen 13 %.

RTL GROUP: Im ersten Halbjahr 2020 musste der Medienkonzern aufgrund von rückläufigen Werbeeinnahmen einen Umsatz- und Gewinnrückgang verzeichnen. Die Bertelsmann-Tochter senkte daher auch den Ausblick für das gesamte Jahr und erwartet nun niedrigere Werte bei den Erlösen und beim operativen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr. In den ersten sechs Monaten sank der Konzernumsatz um 5,1 % auf 3,3 Milliarden Euro, hauptsächlich aufgrund eines Rückgangs der TV-Werbeerlöse um 12,5 % auf 1,2 Milliarden Euro. Organisch lag der Umsatzrückgang bei 4,3 %. Allerdings konnten die Streaming-Erlöse von RTL+ und Videoland um 17 % auf 152 Millionen Euro zulegen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) fiel um die Hälfte auf 250 Millionen Euro, hauptsächlich aufgrund niedrigerer Beiträge von RTL Deutschland. Die entsprechende Marge sank von 15,3 auf 8,0 %.

SIXT: Im zweiten Quartal hat der Autovermieter eine neue Rekordmarke für den Umsatz und das Ergebnis erreicht. Das MDAX-notierte Unternehmen wurde durch eine weiterhin hohe Nachfrage nach Reisen in der Sommerzeit unterstützt. Sixt bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr. In den letzten drei Monaten stieg der Konzernumsatz des Unternehmens um 24 % auf 925,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Das EBIT stieg um 15 % auf 157,4 Millionen Euro und das Ergebnis vor Steuern stieg um 2 auf 131,9 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern betrug 96,6 Millionen Euro, ein Plus von 3 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn je Aktie beträgt 2,06 Euro gegenüber 1,99 Euro im Vorjahr. Der Umsatz im Quartal übertraf die Konsenserwartungen der Analysten deutlich, während der Gewinn je Aktie leicht darunter lag. Sixt erwartet für 2023 einen erheblichen Anstieg des Konzernumsatzes auf 3,07 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr und ein Ergebnis vor Steuern zwischen 430 Millionen und 550 Millionen Euro.

WACKER NEUSON: Der Baumaschinenhersteller hat im zweiten Quartal starke Gewinne verzeichnet. Die endgültigen Zahlen zeigen, dass der Periodengewinn um 69,6 % auf 63,6 Millionen Euro gestiegen ist. Der Gewinn pro Aktie hat sich von 0,55 Euro im Vorjahreszeitraum auf 0,94 Euro erhöht. Die vorläufigen Zahlen aus Mitte Juli wurden bestätigt und die Jahresprognose wurde angehoben. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 26,8 % auf 698,7 Millionen Euro, was auf eine starke Nachfrage in Europa und Nordamerika zurückzuführen ist. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen stieg um 83,7 % auf 88,9 Millionen Euro und die EBIT-Marge betrug 12,7 % gegenüber 8,8 % im Vorjahr. Wacker Neuson erwartet nun einen Umsatz von 2,5 bis 2,7 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge von 10,0 bis 11,0 % für das laufende Jahr. Die Investitionen sollen auf 140 Millionen Euro steigen, statt der ursprünglich geplanten 120 Millionen Euro.

FRAPORT: Der Flughafenbetreiber konnte im zweiten Quartal des Jahres von einer fortgesetzten Erholung der Passagierzahlen profitieren. Der Umsatz stieg deutlich an, während der operative Gewinn aufgrund höherer Kosten leicht unter dem Vorjahresniveau blieb. Angesichts dieser positiven Entwicklung sieht der Konzern die Zukunft nun etwas optimistischer. Der Umsatz des internationalen Flughafenbetreibers stieg unerwartet stark an, um satte 28 % auf insgesamt 1,04 Milliarden Euro. Trotz eines Rückgangs von 4 % auf 323 Millionen Euro beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag das Ergebnis über der Analystenprognose von 318 Millionen Euro. Nach Steuern und Anteilen Dritter konnte Fraport dank einer deutlichen Verbesserung des Finanzergebnisses einen Gewinn von 102 Millionen Euro verbuchen, im Vergleich zu 59 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie lag bei 1,11 Euro. Für das laufende Jahr geht das Unternehmen davon aus, dass es sowohl beim EBITDA als auch beim Konzerngewinn die obere Hälfte der Prognose erreichen wird. Die EBITDA-Bandbreite liegt zwischen 1,04 und 1,20 Milliarden Euro, die Konzerngewinnspanne zwischen 300 und 420 Millionen Euro. Beim Passagieraufkommen erwartet Fraport nun, dass es in Frankfurt den mittleren Bereich der gegebenen Bandbreite von über 80 bis 90 % des Vorkrisenniveaus aus dem Jahr 2019 mit rund 70,6 Millionen Fluggästen erreichen wird.

Amerika

PALANTIR TECHNOLOGIES hat für das zweite Quartal einen bereinigten Gewinn von 0,05 Dollar pro Aktie gemeldet, im Vergleich zu einem Verlust von 0,01 Dollar im Vorjahr. Die von Capital IQ befragten Analysten hatten einen bereinigten Gewinn von 0,05 Dollar erwartet. Der Umsatz für das Quartal, das am 30. Juni endete, betrug 533,3 Millionen Dollar, im Vergleich zu 473 Millionen Dollar im Vorjahr. Die von Capital IQ befragten Analysten hatten einen Umsatz von 533,9 Millionen Dollar erwartet. Palantir gab bekannt, dass es für das dritte Quartal einen Umsatz von 553 bis 557 Mio. Dollar prognostiziert. Die von Capital IQ befragten Analysten erwarten 555,9 Mio. Dollar. Das Unternehmen erwartet ein bereinigtes operatives Ergebnis für das Quartal in Höhe von 135 bis 139 Mio. US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2023 prognostiziert Palantir einen Umsatz von mehr als 2,21 Milliarden US-Dollar, im Vergleich zur vorherigen Prognose von 2,185 bis 2,235 Milliarden US-Dollar. Die von Capital IQ befragten Analysten erwarten einen Umsatz von 2,21 Milliarden Dollar. Palantir rechnet mit einem bereinigten Betriebsergebnis von über 576 Millionen US-Dollar, verglichen mit der vorherigen Prognose von 506 bis 556 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen hat bekannt gegeben, dass sein Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 1 Mrd. Dollar genehmigt hat.

BEYOND MEAT: Der Hersteller von vegetarischen Burgern hat aufgrund einer schwächeren Nachfrage seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Das US-Unternehmen erwartet nun Erlöse zwischen 360 und 380 Millionen Dollar, was unter den ursprünglich prognostizierten 375 bis 415 Millionen Dollar liegt. Im zweiten Quartal musste Beyond Meat einen Umsatzrückgang von 31 % auf 102,1 Millionen Dollar verbuchen, während Experten 108,4 Millionen Dollar erwartet hatten. Die zunehmende Inflation und Konkurrenz machen sich auch im Markt für pflanzenbasierte Burger und verwandte vegetarische Lebensmittel bemerkbar, wo etablierte Marken wie Tyson Foods und Kellogg’s drängen.

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