MP Materials Aktie: 917 Tonnen im zweiten Quartal

MP Materials trotzt Pekings Sanktionen mit Produktionsrekorden und milliardenschweren US-Verträgen zur Seltene-Erden-Versorgung.

Die Kernpunkte:
  • Kursrückgang nach chinesischer Bannliste
  • Produktionssteigerung um 63 Prozent
  • Pentagon sichert Mindestpreise zu
  • Aufbau eigener Magnetfertigung in Texas

Chinas neue Exportkontrollen haben MP Materials erwischt. Im Juni setzte Peking die Seltene-Erden-Firma auf eine Bannliste — der Auslöser für einen Kurssturz von 13,4 Prozent. Doch was auf den ersten Blick nach Eskalation aussieht, zeigt bei genauerem Hinsehen ein anderes Bild.

Die Aktie notiert aktuell bei 47,65 Euro. Das sind 43,9 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 85 Euro. Seit Jahresbeginn steht immerhin ein kleines Plus von 1,6 Prozent. Der RSI von 42,9 deutet auf eine abgekühlte, aber nicht extrem überverkaufte Stimmung hin.

Produktionsrekord im Schatten der Krise

Das Unternehmen stemmt sich mit operativer Kraft gegen die politischen Wolken. Im zweiten Quartal 2026 steigerte MP Materials die Produktion von Neodym-Praseodym (NdPr) um 63 Prozent auf 917 Tonnen. Die Verkaufsmenge legte sogar um 117 Prozent auf 1.006 Tonnen zu. Das Ergebnis: ein bereinigtes EBITDA von 36,6 Millionen Dollar.

Zentraler Treiber ist die Mine Mountain Pass in Kalifornien. Sie ist die größte Seltene-Erden-Mine außerhalb Chinas. Und sie liefert die Basis für alles, was jetzt kommt.

Das Pentagon sichert die Preise ab

Der strategische Wert des Unternehmens bekommt konkrete Ziffern. Das US-Verteidigungsministerium hat einen Zehnjahres-Vertrag mit einem garantierten Mindestpreis von 110 Dollar pro Kilogramm NdPr abgeschlossen. Hinzu kommen Finanzhilfen: 400 Millionen Dollar Investition, 150 Millionen Dollar Kredit.

Insgesamt hat die US-Regierung eine Milliarde Dollar an Finanzierung bereitgestellt. MP Materials selbst verfügt über liquide Mittel von rund 1,7 Milliarden Dollar. Die Botschaft ist klar: Washington will die Abhängigkeit von China brechen — und zwar mit Geld und langfristigen Zusagen.

Der Weg zum Magneten

MP Materials wandelt sich vom Minenbetreiber zum integrierten Magnethersteller. In Texas entsteht die „10X“-Anlage, die ab 2028 mit einer Kapazität von 7.000 Tonnen Erlöse liefern soll. CEO James Litinsky meldete zudem eine Raffinationsreinheit von 99,9 Prozent – ein Niveau, das bislang chinesischen Anbietern vorbehalten war.

Die Abnehmer sind namhaft: Apple hat einen 500-Millionen-Dollar-Liefervertrag unterschrieben, General Motors langfristige Partnerschaft. Zahlen, die auch im Falle weiterer politischer Störungen Bestand haben sollen.

Zwischen Risiko und Industriepolitik

China kontrolliert rund 70 Prozent des weltweiten Abbaus und 90 Prozent der Verarbeitung. Die USA und Japan halten dagegen die meisten Kernpatente für sogenannte funktionale Materialien. Dieser Technologiesprung ist die zweite Säule der Strategie neben den direkten Subventionen.

Analysten sehen den fairen Wert im Median bei 81 Dollar. Das könnte die Aktie langfristig stützen. Die Warnung vor Verwässerung durch Wandelanleihen und Optionsscheine bleibt jedoch bestehen. Kurz gesagt: Der politische Gegenwind ist real. Die industrielle Absicherung ist es auch. Auf welches Pferd Anleger setzen, hängt davon ab, ob sie die chinesische Eskalation oder die amerikanische Antwort für stärker halten.

Anzeige

MP Materials-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue MP Materials-Analyse vom 7. Juli liefert die Antwort:

Die neusten MP Materials-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für MP Materials-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

MP Materials: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu MP Materials