MP Materials Aktie: Barclays senkt Kursziel auf 65 Dollar

MP Materials kämpft mit Klage wegen Geheimnisdiebstahls und treibt parallel den Bau einer Milliarden-Fabrik in Texas voran.

Die Kernpunkte:
  • Klage gegen Konkurrenten USA Rare Earth
  • Barclays senkt Kursziel auf 65 Dollar
  • Magnetfabrik in Northlake für 1,25 Milliarden
  • Umsatzplus von fast 50 Prozent im Q1

MP Materials kämpft an zwei Fronten. Während der Konzern eine riesige Fabrik in Texas hochzieht, sorgt ein Rechtsstreit um Industriespionage für Unruhe. Parallel dazu sortieren Analysten ihre Erwartungen vor den kommenden Geschäftszahlen neu.

Die Aktie stabilisierte sich zuletzt bei 43,40 Euro. Damit stoppte das Papier vorerst den Abwärtstrend der vergangenen 30 Tage, in denen der Kurs um fast zwölf Prozent nachgab. Die aktuelle Marktkapitalisierung des Produzenten Seltener Erden liegt bei rund 7,7 Milliarden Euro.

Barclays kappt das Kursziel

Die Analysten von Barclays passten ihre Erwartungen im Vorfeld der nächsten Quartalsberichte an. Die Experten senkten das Ziel für die Aktie von 69,00 auf 65,00 US-Dollar. Trotz dieser Korrektur bleibt die Bank bei ihrer „Overweight“-Einstufung und signalisiert damit langfristiges Vertrauen.

Barclays begründet diesen Schritt mit der allgemeinen Volatilität bei Rohstoffpreisen. Viele Industriemetalle verzeichneten zuletzt deutliche Rücksetzer. Dennoch überwiegt am Markt der Optimismus: Das Konsens-Rating von 20 Analysten steht weiterhin auf „Buy“.

Streit um wertvolle Geschäftsgeheimnisse

Indes verschärft sich ein Rechtsstreit mit dem Konkurrenten USA Rare Earth. MP Materials wirft dem Wettbewerber den Diebstahl von Betriebsgeheimnissen vor. Im Zentrum steht ein spezielles Verfahren zur Herstellung von Hochleistungsmagneten.

Das Unternehmen fordert mindestens fünf Millionen US-Dollar Schadensersatz. Die juristische Auseinandersetzung trifft die Branche in einer sensiblen Phase. Beide Firmen arbeiten unter Hochdruck daran, eine unabhängige Lieferkette für Seltene Erden innerhalb der USA aufzubauen.

Milliardenprojekt in Texas nimmt Form an

Parallel dazu treibt MP Materials den Bau seiner Magnetfabrik in Northlake voran. Die Investitionssumme für das Projekt beträgt rund 1,25 Milliarden US-Dollar. In dieser Woche erreichte das Vorhaben mit der offiziellen Registrierung einen wichtigen Meilenstein.

Das US-Verteidigungsministerium unterstützt den Bau massiv. Die Behörde investiert 400 Millionen US-Dollar über Vorzugsaktien in das Unternehmen. Das Ziel ist eine jährliche Kapazität von 10.000 Tonnen Magnetmaterial ab dem Jahr 2028.

Im ersten Quartal 2026 überzeugte MP Materials mit einem Umsatzsprung von fast 50 Prozent auf rund 91 Millionen US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie lag mit 0,03 US-Dollar über den Markterwartungen. Im August veröffentlicht der Konzern seinen nächsten Quartalsbericht, der weitere Details zur Kostenentwicklung liefern wird.

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