MP Materials Aktie: China dreht den Hahn zu

Chinas verschärfte Exportkontrollen für Seltene-Erden-Magnete belasten die US-Versorgung. MP Materials profitiert von milliardenschweren US-Programmen und langfristigen Verträgen mit Apple und GM.

Die Kernpunkte:
  • Chinas Magnetlieferungen in die USA brechen ein
  • US-Verteidigungsministerium investiert 400 Millionen Dollar
  • Langfristige Verträge mit Apple und General Motors
  • Produktion in Mountain Pass erreicht Rekordniveau

Während China die Exportkontrollen für Seltene-Erden-Magnete verschärft, rückt MP Materials ins Zentrum einer geopolitischen Versorgungsdebatte. Die Zahlen sprechen für sich: In den ersten beiden Monaten 2026 sanken chinesische Magnetlieferungen in die USA um 22,5 Prozent – obwohl Chinas Gesamtexporte gleichzeitig um 8,2 Prozent stiegen. Die Lücke ist kein Zufall.

Gipfeltreffen mit Sprengkraft

Am 25. März treffen sich das chinesische Handelsministerium und die größten Produzenten des Landes – darunter China Rare Earth Group und China Northern Rare Earth. Analysten halten es für wahrscheinlich, dass daraus bis Ende April noch strengere Exportbeschränkungen folgen. Für internationale Käufer bedeutet das: höhere Preise und Lieferverzögerungen von bis zu acht Wochen.

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Vor diesem Hintergrund verlor die MP-Materials-Aktie am Freitag 4,71 Prozent auf 50,60 USD. Elf Analysten halten dennoch an einem Kaufurteil fest. JPMorgan und Deutsche Bank nennen Kursziele zwischen 71 und 74 USD – und sehen im aktuellen Niveau einen möglichen Einstiegspunkt angesichts des strukturellen Angebotsdefizits.

Pentagon, Apple und der Aufbau einer Lieferkette

Die USA reagieren mit dem 12-Milliarden-Dollar-Programm „Project Vault“, das strategische Reserven für über 60 kritische Rohstoffe aufbauen soll. MP Materials profitiert direkt: Das Verteidigungsministerium hat 400 Millionen Dollar in das Unternehmen investiert und einen zehnjährigen Mindestpreis von 110 USD pro Kilogramm für Neodym-Praseodym-Produkte garantiert. Allein ein F-35-Kampfjet benötigt rund 420 Kilogramm Seltene Erden.

Parallel dazu entsteht in Texas die sogenannte „10X Facility“ – eine Magnetfabrik mit einer Zielkapazität von 10.000 Tonnen jährlich bis 2028, finanziert unter anderem durch einen 500-Millionen-Dollar-Vertrag mit Apple und langfristige Liefervereinbarungen mit General Motors.

Hohe Investitionen, klarer Fokus

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte MP Materials einen Umsatz von 224,4 Millionen USD. Der Nettoverlust von 85,9 Millionen USD und ein negativer Free Cashflow von 303,9 Millionen USD spiegeln die hohen Investitionen in Texas wider. Die Produktion in Mountain Pass erreichte unterdessen Rekordniveaus. Seit Juli 2025 beliefert das Unternehmen ausschließlich den US-amerikanischen und japanischen Markt – alle Verkäufe nach China wurden eingestellt.

Ergänzt wird das Bild durch neue Rückverfolgungstechnologien: SMX PLC stellte am 16. März eine molekulare Markierungstechnologie vor, die Seltene Erden vom Abbau bis ins Endprodukt lückenlos nachverfolgt. Für westliche Hersteller, die den Ursprung ihrer Materialien gegenüber Behörden nachweisen müssen, wird solche Transparenz zunehmend zur Pflicht – und stärkt die Position vertikal integrierter Anbieter wie MP Materials.

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