MP Materials Aktie: Gadolinium-Vertrag mit US-Kunde

MP Materials profitiert von US-Handelsbarrieren und Rüstungsaufträgen. Der Umsatz stieg im Q2 um 89 Prozent, Analysten bleiben optimistisch.

Die Kernpunkte:
  • Aktie legt um 5,7 Prozent zu
  • Erster Gadolinium-Liefervertrag abgeschlossen
  • Umsatz steigt im Q2 um 89 Prozent
  • Analysten bestätigen positive Bewertung

Die US-Handelspolitik verleiht MP Materials neuen Schwung. Am Freitag legte die Aktie des Spezialisten für Seltene Erden um 5,7 % zu und ging bei 51,00 € aus dem Handel. Hintergrund sind Regierungsankündigungen zu neuen Zöllen auf ausländische Drohnen sowie verstärkte Rüstungskooperationen innerhalb der USA.

Rüstungsaufträge und neue Handelsbarrieren als Wachstumstreiber

Die US-Regierung plant umfassende Handelsbarrieren für Drohnen und kritische Komponenten aus dem Ausland. Gleichzeitig weiten die Verteidigungsunternehmen Boeing und RTX ihre Abkommen mit der Regierung aus, um die Produktion von Abfangraketen zu skalieren. Dies sichert Medienberichten zufolge die langfristige Nachfrage nach heimischen Rohstoffen.

MP Materials ist hierbei zentral positioniert und gab am Freitag einen bedeutenden Liefervertrag für Gadolinium mit einem US-Kunden aus der Luft- und Raumfahrt bekannt.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, markiert dieser Vertrag die erstmalige kommerzielle Vermarktung einzelner Seltener Erden aus dem SEG+-Produktionsstrom der Anlage Mountain Pass.

Um die Binnennachfrage weiter zu unterstützen, stellte das Unternehmen am Donnerstag zudem das „Project Swarm“ vor. Diese Initiative soll den Bedarf der heimischen Drohnenhersteller bündeln und so die Belieferung mit Seltene-Erden-Magneten effizienter gestalten.

Starke operative Kennzahlen im zweiten Quartal

Das operative Fundament des Konzerns hat sich zuletzt deutlich gefestigt. Am 6. August präsentierte das Unternehmen die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Der Umsatz kletterte um 89 % auf 108,49 Millionen US-Dollar und lag damit signifikant über den Markterwartungen. Ein wesentlicher Treiber war das Verkaufsvolumen von Neodym-Praseodym (NdPr), das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 127 % zulegte.

Mit liquiden Mitteln in Höhe von 1,45 Milliarden US-Dollar sieht sich die Unternehmensführung gut gerüstet, um den Ausbau der Magnetproduktion in Texas zu finanzieren. Der Zeitplan bleibt dabei stabil: Die ersten kommerziellen Magnetlieferungen aus dem neuen Werk sind für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.

Analysten bestätigen positive Aussichten

Das Echo aus der Analysebranche bleibt trotz vereinzelter Zielanpassungen überwiegend positiv. Die Experten von JPMorgan Chase & Co. stuften das Papier am Freitag weiterhin mit „Overweight“ ein, passten das Kursziel jedoch von 75,00 auf 60,00 US-Dollar an. Zuvor hatte bereits die Deutsche Bank am Montag ihre Kaufempfehlung bekräftigt und sieht das Ziel nun bei 58,00 US-Dollar.

Die jüngste Kursrally hat die Bewertung des Unternehmens deutlich stabilisiert. Nach den Zuwächsen der vergangenen Tage notiert die Aktie 54 % über ihrem 52-Wochen-Tief. Anleger blicken nun gespannt auf den November, wenn die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 veröffentlicht werden sollen.

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