MP Materials Aktie: Neues Jahrestief bei 36,15 Euro
MP Materials erholt sich vom Jahrestief dank steigender Rohstoffpreise und neuer Pentagon-Vorgaben zur Importunabhängigkeit.

- Aktie fällt auf neues Jahrestief
- Technische Gegenreaktion stützt den Kurs
- Seltene Erden verteuern sich deutlich
- Needham senkt Kursziel, hält an Kaufrat
MP Materials markierte am Montag ein neues Jahrestief, bevor eine technische Gegenreaktion den Kurs stützte. Hinter den Kursschwankungen steht eine fundamentale Neuausrichtung der US-Rohstoffpolitik. Ein Dekret zwingt das Pentagon dazu, bis Januar 2027 alle Abhängigkeiten von kritischen Importen aus Ländern wie China zu kappen.
Marktpreise geben Rückenwind
Die Aktie rutschte im Handelsverlauf zeitweise auf 36,15 Euro ab. Mit einem Relative-Stärke-Index von 31,5 erreichte das Papier einen technisch überverkauften Bereich. Käufer nutzten die Schwäche kurz darauf für einen Wiedereinstieg und sorgten für ein Kursplus zum Nachmittag.
Parallel dazu ziehen die Preise am Rohstoffmarkt für Seltene Erden kräftig an. Neodym-Praseodym verteuerte sich im Juli um 21,4 Prozent, während Dysprosium sogar um ein Viertel zulegte. Diese Preissteigerungen stützen das Geschäft von integrierten Produzenten mit eigener Förderung.
Strategische Neuausrichtung
MP Materials profitiert direkt von den verschärften Beschaffungsregeln für das US-Militär. Das Unternehmen baut die Mountain-Pass-Mine in Kalifornien konsequent zu einem vertikal integrierten Standort aus. Eine langfristige Partnerschaft mit dem Verteidigungsministerium sichert dabei staatliche Zuschüsse und Preisgarantien ab.
Indes erhöht die Konkurrenz das Tempo beim Aufbau heimischer Lieferketten. Mkango Resources beschleunigt die Inbetriebnahme einer neuen Fabrik in Texas. Der Wettbewerb um die lokale Endfertigung von Magneten wird damit intensiver.
Blick auf die Zahlen
Die Investmentbank Needham reduzierte das Kursziel für MP Materials von 81 auf 73 US-Dollar. Die Analysten halten an ihrer Kaufempfehlung fest, warnen jedoch vor den Kosten für den operativen Hochlauf. Langfristig bleibe die Story der nationalen Rohstoff-Unabhängigkeit das zentrale Argument für Investoren.
Im August veröffentlicht das Management die Ergebnisse für das zweite Quartal. Anleger achten dann vor allem auf den Fortschritt in der neuen Magnetfabrik Northlake. Im ersten Quartal übertraf das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 91 Millionen US-Dollar noch die Erwartungen. Höhere Preise für Oxide dürften nun helfen, die Margen weiter zu stabilisieren.
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