MSCI World ETF: Marktanteile stabilisiert

Der globale ETF erreicht Rekordstände, angetrieben durch eine breitere Markterholung außerhalb der USA. Die hohe Konzentration auf Tech-Titel und ein sportliches KGV stellen jedoch Risiken dar.

Die Kernpunkte:
  • Globale Konvergenz treibt Performance an
  • NVIDIA ist neuer Top-Holding vor Apple
  • KGV auf hohem Niveau von 24,60
  • Charttechnik vor wichtiger Richtungsentscheidung

Jahrelang gaben die US-Börsen fast im Alleingang den Ton an, doch das Jahr 2025 markierte eine Wende. Während entwickelte Märkte in Europa und Asien durch günstige Bewertungen aufholen, treibt der iShares MSCI World ETF (URTH) auf neue Höhen zu. Doch angesichts einer sportlichen Bewertung und der massiven Gewichtung des Tech-Sektors stellt sich die Frage: Ist der aktuelle “Qualitätsaufschlag” noch gerechtfertigt?

Globale Konvergenz als Kurstreiber

Das Anlagethema zum Start des Jahres 2026 lautet “Globale Konvergenz”. Die einseitige Dominanz der Wall Street weicht einer breiteren Marktbewegung, gestützt durch die Stabilisierung der globalen Zinssätze und die Aussicht auf eine sanfte Landung der Wirtschaft. Der ETF profitiert hierbei von seiner Struktur: Zwar bleiben US-Titel mit rund 70 Prozent der Portfolio-Anker, doch die restlichen 30 Prozent aus Märkten wie Japan, Großbritannien und Frankreich lieferten zuletzt wichtige Renditebeiträge. Diese Diversifizierung bietet derzeit einen gewissen Schutz gegen Schwankungen, die rein auf das Silicon Valley beschränkt sind.

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Neue Hierarchie im Portfolio

Ein Blick auf die Zusammensetzung zeigt einen klaren Führungswechsel an der Spitze. NVIDIA hat sich mit einer Gewichtung von 5,46 Prozent zum unangefochtenen Spitzenreiter entwickelt, getrieben durch die ungebrochene Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Damit verweist der Chiphersteller traditionelle Schwergewichte wie Apple (4,84 Prozent) und Microsoft (4,11 Prozent) auf die Plätze.

Die Abhängigkeit von den sogenannten “Magnificent Seven” bleibt hoch: Die Top-10-Positionen machen rund 27,3 Prozent des Gesamtportfolios aus. Mit JPMorgan Chase findet sich lediglich ein einziger Wert in der Spitzengruppe, der nicht dem Technologiesektor zuzuordnen ist. Diese Konzentration birgt Klumpenrisiken, wird jedoch durch Positionen wie Novo Nordisk im europäischen Gesundheitssektor etwas abgefedert.

Bewertung am Limit?

Die Performance-Daten untermauern das bullische Bild: Nach einem Anstieg von über 23 Prozent im vergangenen Jahr startete der ETF mit einem Plus von 1,35 Prozent solide in das Jahr 2026. Der Kurs notiert mit rund 189,37 US-Dollar nahe dem Allzeithoch.

Diese Rallye hat jedoch ihren Preis. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt aktuell bei 24,60 – ein deutlicher Aufschlag gegenüber historischen Durchschnitten. Anleger bezahlen hier eine Prämie für den Fokus auf entwickelte Märkte (“Developed Markets”) und den bewussten Ausschluss von Schwellenländern. Diese Strategie ging 2025 auf, da die etablierten Volkswirtschaften die Emerging Markets outperformten.

Ausblick: Notenbanken und Charttechnik

Für den weiteren Jahresverlauf richten sich die Blicke auf die Geldpolitik. Sollte die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen 2026 aggressiver senken als die US-Notenbank Fed, könnte ein starker US-Dollar die Renditen der 30-prozentigen internationalen Beimischung schmälern. Charttechnisch steht der ETF unmittelbar vor einer Richtungsentscheidung: Ein nachhaltiger Ausbruch über die Marke von 190 US-Dollar würde den Bullenmarkt bestätigen, während die hohe Bewertung wenig Raum für Enttäuschungen bei den Unternehmensgewinnen lässt.

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