MTU Aero Engines Aktie: Marge-Frust trotz Umsatzplus?
MTU steigerte den Quartalsumsatz, verfehlte beim operativen Ergebnis jedoch die Konsenserwartungen und ließ die EBIT-Prognose unverändert.

- Deutsche Bank senkt Kursziel auf 453 Euro
- Bernstein hebt Ziel auf 460 Euro
- Quartalsumsatz wächst um 13,6 Prozent
- MTU plant Ausbau in Hannover bis 2028
Deutsche Bank Research hat am Freitag das Kursziel für MTU Aero Engines von 457 auf 453 Euro gesenkt. Die Kaufempfehlung „Buy“ blieb nach den Quartalszahlen bestehen. Heute verliert die Aktie vorbörslich 2,1%.
Gegenläufige Bewertungen nach den Zahlen
Bernstein Research hob das Kursziel am Freitag dagegen von 450 auf 460 Euro an und bestätigte „Outperform“. Zwei weitere Analysehäuser senkten am Donnerstag beziehungsweise Freitag ihre Ziele auf 420 beziehungsweise 380 Euro, ohne ihre jeweilige Einstufung zu ändern.
MTU hatte am Donnerstag für das dritte Quartal 2026 einen bereinigten Umsatz von 2,43 Mrd. EUR gemeldet. Das entsprach einem Wachstum von 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das bereinigte operative Ergebnis legte hingegen lediglich um 2,9 Prozent auf 349 Mio. EUR zu und blieb unter den Konsenserwartungen. Die bereinigte operative Marge sank von 15,8 auf 14,4 Prozent.
Medienberichten zufolge belasteten die Margenenttäuschung und der unveränderte Ergebnisausblick trotz angehobener Umsatzprognose die Aktie nach der Veröffentlichung.
Umsatzprognose steigt, Ergebnisrahmen bleibt
MTU präzisierte die Umsatzprognose für 2026 auf 9,5–9,7 Mrd. €. Die Prognose für das bereinigte EBIT blieb bei 1,35–1,45 Mrd. €. Damit änderte das Unternehmen den erwarteten Ergebnisrahmen bei der Vorlage seiner Quartalszahlen nicht.
Im Wartungsgeschäft vereinbarten MTU Maintenance und Garuda Indonesia am 26. Oktober die Instandhaltung der GE90-115B-Triebwerke der Fluggesellschaft. Garuda betreibt acht Boeing 777-300ER mit diesem Triebwerkstyp.
Bereits am 21. Oktober begann MTU mit dem ersten Spatenstich die Erweiterung des Standorts Hannover um rund 10.000 Quadratmeter. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2028 vorgesehen; am Standort sollen voraussichtlich 200 neue Arbeitsplätze entstehen.
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