Münchener Rück Aktie: 25% Preisverfall bei Howden Re

Trotz operativer Rekordgewinne leidet die Munich Re Aktie unter einem massiven Preisverfall im Rückversicherungsmarkt.

Die Kernpunkte:
  • Rückversicherungsmarkt mit Preisrutsch
  • Munich Re setzt auf strikte Zeichnungsdisziplin
  • Operativer Gewinn steigt auf 1,7 Milliarden
  • Aktienkurs fällt trotz guter Geschäftszahlen

Starke Gewinne, schwacher Kurs. Bei der Münchener Rück klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der globale Rückversicherungsmarkt erlebt einen massiven Preisverfall. Das Management steuert nun hart gegen.

Rekord-Preisverfall im Markt

Der Gegenwind bläst heftig. Neue Daten von Howden Re zeigen einen massiven Preisrutsch. Bei schadenfreien Programmen fielen die Raten zum Juni um bis zu 25 Prozent. Das Tempo des Preisverfalls beschleunigt sich damit sichtbar. Ein Angebotsüberhang drückt massiv auf die Margen.

Die Folge: Der Ertragspuffer der gesamten Branche schrumpft rasant. Parallel dazu bleiben die Risiken hoch. Weltweite Naturkatastrophen verursachten zuletzt vier Jahre in Folge Schäden von über 100 Milliarden US-Dollar. Einige Rückversicherer könnten bald ihre Kapitalkosten nicht mehr decken.

Volumen runter, Disziplin rauf

Munich Re reagiert auf diesen Druck mit eiserner Disziplin. Der Konzern lehnt unrentable Geschäfte konsequent ab. In der Frühjahrsrunde nahm der Rückversicherer einen Preisrückgang von rund drei Prozent hin. Das gezeichnete Volumen schrumpfte dabei um fast ein Fünftel auf zwei Milliarden Euro.

Operativ steht der DAX-Konzern dennoch glänzend da. Zum Jahresauftakt stieg der Gewinn auf 1,7 Milliarden Euro. Der Vorstand hält am Jahresziel von 6,3 Milliarden Euro konsequent fest. Ein starker Euro bremst allerdings die Erträge aus dem US-Geschäft.

Blick auf die Aktie

An der Börse dominiert aktuell die Skepsis. Die Aktie schloss am Mittwoch bei rund 460 Euro. Damit notiert das Papier nur knapp über seinem Jahrestief. Seit Januar summiert sich der Kursverlust auf über 16 Prozent. Auch der 50-Tage-Durchschnitt ist nach unten durchbrochen.

Die anstehende Erneuerungsrunde im Juli rückt nun in den Fokus. Sie gilt als wichtiger Gradmesser für die Preisstabilität. Hält Munich Re hier ihre Vertragsbedingungen, könnte das der Aktie neuen Boden geben. Bis dahin gibt die beginnende Sturmsaison den Takt vor.

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