Münchener Rück Aktie: DZ Bank setzt Ziel auf 625 Euro

DZ Bank bestätigt Kaufvotum für Münchener Rück mit Kursziel 625 Euro. Analyst sieht trotz Preisdrucks solide Solvabilität und Potenzial für Aktienrückkäufe.

Die Kernpunkte:
  • DZ Bank bestätigt Kaufempfehlung
  • Kursziel liegt bei 625 Euro
  • Solvabilitätsquote über Zielmarke
  • Aktienrückkäufe als wahrscheinlich erachtet

Die DZ Bank bekräftigt ihre Kaufempfehlung für die Münchener Rück und nennt einen fairen Wert von 625 Euro. Analyst Thorsten Wenzel begründet sein Votum mit einem aus seiner Sicht exzellenten Geschäftsverlauf des Rückversicherers – trotz eines Preistrends, der sich zunehmend eintrübt.

Preiserosion beschleunigt sich, Solvabilität bleibt komfortabel

Wenzel weist darauf hin, dass sich die Preiserosion in der Schaden-Rückversicherung beschleunigt. Für die Branche insgesamt ist das ein Warnsignal, denn sinkende Prämien belasten künftig die Profitabilität im Neugeschäft.

Bei der Münchener Rück sieht die DZ Bank diesen Effekt jedoch durch die Substanz des Konzerns abgefedert: Die Solvabilitätsquote liege weit über der eigenen Zielgröße. Das eröffnet dem Management Spielraum, den die Analysten für naheliegend halten – höhere Aktienrückkäufe. Zusammen mit einer bereits hohen Ausschüttungsrendite stufen die DZ-Bank-Experten die Aktie als attraktiv bewertet ein.

Diese Einschätzung reiht sich in eine insgesamt konstruktive Stimmung unter technisch orientierten Beobachtern ein. Nach Einschätzung von Lynx lassen sich die Bullen bei der Münchener Rück bislang nicht beirren – trotz der jüngsten Kursschwäche halten optimistisch positionierte Anleger an ihrer Einschätzung fest.

Konkrete Kursziele oder Chartmarken nannte die Analyse nicht, der Grundtenor blieb aber eindeutig: Die bullische Fraktion zeigt sich unbeeindruckt von den Rücksetzern der vergangenen Wochen.

Kurs unter dem Jahreshoch, aber über dem Jahrestief

Die Aktie der Münchener Rück notiert aktuell bei 513,00 Euro und gibt damit im Tagesverlauf um 0,35 Prozent nach. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 8,75 Prozent zu Buche. Damit hat sich der Titel deutlich von seinem 52-Wochen-Hoch aus dem August vergangenen Jahres entfernt – der Abstand beträgt knapp 11 Prozent. Zugleich liegt der Kurs aber klar über dem 52-Wochen-Tief von Anfang Juni, was die jüngste Erholung von den Jahrestiefs unterstreicht.

Für Anleger ergibt sich daraus ein zwiespältiges Bild: Der Rückversicherer hat vom Hoch aus gesehen an Wert verloren, notiert aber merklich über seinem Jahrestief und wird von der DZ Bank trotz der Kursschwäche als unterbewertet betrachtet. Die genannte Zielmarke von 625 Euro würde, sollte sie erreicht werden, einen deutlichen Aufschlag zum derzeitigen Niveau bedeuten.

Was die Preiserosion für Anleger bedeutet

Die zentrale Frage für Investoren lautet, ob die nachgebenden Prämien in der Schaden-Rückversicherung die Ertragskraft des Konzerns mittelfristig schmälern.

Die DZ Bank verneint das im Kern: Solange die Solvabilitätsquote so komfortabel über der Zielgröße liegt, bleibt aus ihrer Sicht genug Substanz, um sinkende Preise zu verkraften und gleichzeitig Kapital an Aktionäre zurückzugeben – etwa über ausgeweitete Rückkaufprogramme.

Diese Kombination aus robuster Kapitalausstattung und Aussicht auf zusätzliche Ausschüttungen dürfte der wesentliche Grund sein, warum sowohl fundamentale Analysten als auch technisch orientierte Marktteilnehmer der Münchener Rück trotz der Kursverluste seit Jahresbeginn die Treue halten.

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