Münchener Rück Aktie: Marktstimmung ausgeglichen

Munich Re übertrifft seine Gewinnziele und schüttet eine überraschend hohe Dividende aus, sieht sich jedoch mit sinkenden Prämien im Kerngeschäft konfrontiert.

Die Kernpunkte:
  • Rekordgewinn übertrifft eigene Prognose
  • Dividende steigt überraschend auf 24 Euro
  • Neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt
  • Preisdruck bei Vertragserneuerungen belastet

Rekordgewinn, Dividende über Erwartung, aber die Aktie schwächelt: Münchener Rück hat 2025 alle Ziele übertroffen und schüttet deutlich mehr aus als erwartet. Doch sinkende Preise im Kerngeschäft und Währungseffekte trüben das Bild. Was überwiegt?

Ambition 2025: Mission erfüllt

Mit einem Nettoergebnis von 6,12 Milliarden Euro schloss Munich Re das fünfjährige Strategieprogramm Ambition 2025 erfolgreich ab. Zum fünften Mal in Folge übertraf der Konzern die eigene Gewinnprognose – ursprünglich waren 6 Milliarden Euro angepeilt. Die Eigenkapitalrendite kletterte auf 18,3 Prozent, weit über dem Zielkorridor von 14 bis 16 Prozent.

Das vierte Quartal fiel allerdings schwächer aus. Der Gewinn sank auf 945 Millionen Euro, belastet durch den schwachen US-Dollar. Analysten hatten für das Gesamtjahr im Schnitt 6,21 Milliarden Euro erwartet – das wurde knapp verfehlt.

24 Euro Dividende – deutlich mehr als gedacht

Der Vorstand schlägt eine Dividende von 24 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt klar über dem Analystenkonsens von 21,86 Euro. Hinzu kommt ein neues Aktienrückkaufprogramm über 2,25 Milliarden Euro, das Ende April 2026 startet. Insgesamt plant Munich Re eine Kapitalrückführung von 5,3 Milliarden Euro.

Für Aktionäre ist das eine deutliche Ansage. Die Dividende je Aktie ist während der Ambition 2025 im Schnitt um knapp 20 Prozent pro Jahr gestiegen.

Preisdruck bei Vertragserneuerungen belastet

Die Kehrseite: Bei den wichtigen Vertragserneuerungen zum Jahresbeginn 2026 musste Munich Re Abstriche machen. Das geschriebene Prämienvolumen sank um 7,8 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. Der Konzern verzichtete bewusst auf Geschäft, das die Renditekriterien nicht erfüllte.

Im Schaden- und Unfallgeschäft gingen die Preise um 2,5 Prozent zurück – inflationsbereinigt. Besonders stark war der Rückgang bei Naturkatastrophen-Rückversicherungen mit minus sechs Prozent. Das zeigt: Der Wettbewerb verschärft sich, die Margen stehen unter Druck.

Ambition 2030: Gewinn soll weiter steigen

Für 2026 peilt Konzernchef Christoph Jurecka ein Nettoergebnis von 6,3 Milliarden Euro an. Die Rückversicherung soll 5,4 Milliarden Euro beisteuern, die Erstversicherungstochter ERGO stabil 0,9 Milliarden Euro. Die Kapitalanlagerendite soll auf über 3,5 Prozent steigen.

Das neue Strategieprogramm Ambition 2030 setzt auf Diversifizierung und Produktausbau. Der Gewinn je Aktie soll bis 2030 im Schnitt um mehr als acht Prozent pro Jahr wachsen. Ob das angesichts des Preisdrucks gelingt, wird sich zeigen.

Nach den Zahlen verlor die Aktie zunächst vier Prozent, erholte sich im Tagesverlauf aber wieder. Der Markt hadert mit der Kombination aus schwächerem Schlussquartal und dem Gegenwind im Kerngeschäft – trotz der attraktiven Kapitalrückführung.

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