Mutares Aktie: 2-Milliarden-Übernahme SABIC-Geschäft
Mutares bereitet Verkauf oder Börsengang von Magirus vor und kündigt Rekordakquisition von SABIC-Sparte an. Gründerfamilie verliert Sperrminorität.

- Magirus-Exit wird konkret vorbereitet
- Rekordübernahme von SABIC-Sparte geplant
- Gründerfamilie verliert Sperrminorität
- Performance-Dividende bei Groß-Exits möglich
Weniger als eineinhalb Jahre nach der Übernahme steht der Feuerwehrspezialist Magirus bereits vor dem Absprung. Der Münchner Beteiligungskonzern Mutares drückt beim Umbau seines Portfolios massiv aufs Tempo. Parallel zur Vorbereitung dieses Exits vollzieht sich in der Unternehmensspitze ein historischer Wandel.
Für Magirus prüft Mutares konkrete strategische Optionen, darunter einen Verkauf oder Börsengang. Die Münchener haben den einstigen Problemfall ungewöhnlich schnell gedreht. Ein Rekord-Auftragseingang bescherte dem Unternehmen im ersten Quartal einen Auftragsbestand von über 800 Millionen Euro. Zusätzliche Wachstumsimpulse liefert der margenstarke Ausbau des Defense-Geschäfts.
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Als Blaupause dient der erfolgreiche Exit bei Steyr Motors. Den österreichischen Hersteller hatte Mutares saniert und schließlich mit Bruttoerlösen von mehr als 170 Millionen Euro verkauft. Indes läuft bereits der nächste Großdeal. Ein weiterer, noch anonymer Verkaufsprozess befindet sich in der entscheidenden Phase und könnte einen dreistelligen Millionenerlös in die Kassen spülen.
Rekordübernahme und neue Machtverhältnisse
Das operative Fundament wächst zeitgleich in neue Dimensionen. Im ersten Quartal erwirtschaftete der Konzern Umsatzerlöse von rund 1,68 Milliarden Euro. Den Kern der künftigen Struktur bildet der geplante Erwerb des SABIC-Geschäfts Engineering Thermoplastics. Der Bereich bringt gut zwei Milliarden Euro Umsatz mit und markiert die größte Akquisition der Firmengeschichte.
Um diese internationale Expansion zu finanzieren, platzierte Mutares kürzlich neue Aktien. Diese Kapitalerhöhung spült bis zu 105 Millionen Euro brutto ein — bringt aber eine weitreichende Nebenwirkung mit sich. CEO Robin Laik hat zwar kein einziges Papier verkauft. Durch die gestiegene Gesamtzahl der Stimmrechte rutscht der Familienpool jedoch erstmals unter die Schwelle von 25 Prozent.
Damit verliert die Gründerfamilie ihre Sperrminorität. Das Veto bei qualifizierten Mehrheitsbeschlüssen auf der Hauptversammlung entfällt. Die Aktionärsstruktur hat sich dauerhaft verschoben.
Basisdividende steht, Performance-Bonus lockt
Für das laufende Geschäftsjahr schüttet das Management eine Basisdividende von 2,00 Euro je Aktie aus. Gelingt der Abschluss der anvisierten Groß-Exits, will Mutares die Anteilseigner mit einer zusätzlichen Performance-Dividende am Liquiditätszufluss beteiligen. An der Börse honorieren Investoren die hohe Nachrichtendichte. Auf Monatssicht legte der Kurs um gut neun Prozent zu und notiert aktuell bei 26,95 Euro.
Der Vollzug des milliardenschweren SABIC-Deals wird noch im zweiten Quartal erwartet. Hält das Management diesen Zeitplan ein und meldet zeitnah den Abschluss des anonymen dreistelligen Millionen-Exits, dürfte die Diskussion um die genaue Höhe der Sonderausschüttung konkrete Züge annehmen. Die Jahresprognose des Vorstands bleibt trotz eines schwachen Holding-Ergebnisses zum Jahresstart intakt.
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