Mutares Aktie: 2,00 Euro Dividende ausgezahlt

Mutares veräußert finnische Tochter Redo Oy und baut mit Zukäufen neue Segmente auf. Analysten sehen Kurspotenzial.

Die Kernpunkte:
  • Exit von Redo Oy an Invex Group
  • Übernahme von Synthomer a.s. geplant
  • Basisdividende von 2,00 Euro ausgezahlt
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlung

Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Mutares setzt ihre Transaktionsstrategie im laufenden Geschäftsjahr konsequent fort. Mit dem erfolgreichen Verkauf des finnischen Portfoliounternehmens Redo Oy an die norwegische Invex Group hat das Unternehmen Mitte Juli einen weiteren Exit realisiert. Der veräußerte Spezialist für Schadensanierung, der im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 25 Millionen Euro erwirtschaftete, wird künftig Teil der Recover-Gruppe sein.

Veräußerung von Redo Oy und strategische Zukäufe

Der Verkauf von Redo Oy unterstreicht laut Angaben von Mutares die Fähigkeit der Holding, Unternehmen nach einer Phase der Neuausrichtung erfolgreich am Markt zu platzieren. Die Invex Group übernimmt den finnischen Dienstleister vollständig, um ihre Marktposition in Nordeuropa zu stärken. Parallel zu diesem Ausstieg treibt die Beteiligungsgesellschaft den Ausbau ihres Portfolios in anderen Segmenten voran.

Bereits Ende Juni schloss das Portfoliounternehmen Amaneos die Übernahme des europäischen Geschäfts für Fahrzeugbeleuchtung von Magna International ab. Dieser Zukauf dient als strategische Ergänzung für die Sparte Light Metal Solutions (LMS). Zudem legte Mutares im Juni den Grundstein für ein neues Segment namens „Chemicals & Materials“. Hierzu wurde eine Vereinbarung zur Übernahme von Synthomer a.s., einem europäischen Hersteller von Acrylatlösungen, unterzeichnet. Der Abschluss dieser Transaktion wird für das dritte Quartal 2026 erwartet.

Dividendenausschüttung und Bestätigung der Jahresziele

Für die Aktionäre der Gesellschaft stand im Juli zudem die Partizipation am Erfolg des vergangenen Geschäftsjahres im Vordergrund. Medienberichten zufolge erfolgte am 8. Juli die Auszahlung der Basisdividende in Höhe von 2,00 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Diese Ausschüttung war zuvor von der ordentlichen Hauptversammlung beschlossen worden.

Im Rahmen der Hauptversammlung am 3. Juli bestätigte das Management zudem die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2026. Wie EQS News berichtet, rechnet die Holding weiterhin mit einem Jahresüberschuss in einer Bandbreite von 165 Millionen Euro bis 200 Millionen Euro. Auch die langfristigen Mittelfristziele bis zum Jahr 2030 wurden von den Verantwortlichen bekräftigt. Eine personelle Änderung ergibt sich bei der Abschlussprüfung: Die Aktionäre wählten PricewaterhouseCoopers (PwC) als neuen Konzernabschlussprüfer für das Jahr 2026.

Analysten sehen deutliches Kurspotenzial

Die operative Entwicklung findet auch bei Analysten Beachtung. Das Analysehaus Sphene Capital bekräftigte in einer Studie vom 6. Juli seine Kaufempfehlung für die Aktie. Das Kursziel wurde dabei auf 49,40 Euro festgesetzt. Die Experten sehen damit erheblichen Spielraum im Vergleich zum aktuellen Kursniveau.

An der Börse zeigte sich der Wert zuletzt leicht schwächer und beendete den Handel am Freitag mit einem Minus von 1,10 Prozent bei 27,00 Euro. Damit weist das Papier einen Abstand von 23,19 Prozent zu seinem 52-Wochen-Hoch auf, das Mitte Januar 2026 bei 35,15 Euro markiert wurde. Anleger richten den Blick nun auf den 13. August 2026, wenn Mutares den Halbjahresfinanzbericht für das laufende Jahr veröffentlichen wird. Ein entsprechender Earnings Call für Investoren und Analysten ist für den 18. August terminiert.

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