Mutares Aktie: 880 Millionen Auftragsbestand bei Magirus
Mutares plant Basisdividende von 2 Euro je Aktie, während der Kurs unter 28 Euro fällt. Magirus-Exit als Hoffnungsträger.

- Basisdividende von 2 Euro geplant
- Magirus mit Rekordauftragsbestand
- Rückkauf eigener Anleihen gestartet
- Aktie fällt unter 28 Euro
Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Mutares liefert operativ ab. Der Auftragsbestand wächst, eine üppige Dividende lockt. Am Aktienmarkt kommt diese Botschaft derzeit nicht an. Das Papier verliert stetig an Wert und rutscht immer weiter vom Jahreshoch ab.
Hauptversammlung im Fokus
Am 3. Juli 2026 bittet das Management die Aktionäre zur Hauptversammlung nach München. Auf der Agenda steht ein konkreter Vorschlag. Der Vorstand plant eine Basisdividende von 2,00 Euro je Aktie.
Gelingen lukrative Unternehmensverkäufe, stellt Mutares zusätzlich eine erfolgsabhängige Prämie in Aussicht. Für das laufende Jahr rechnet die Holding mit einem Jahresüberschuss zwischen 165 und 200 Millionen Euro. Der Konzernumsatz soll die Marke von neun Milliarden Euro kratzen.
Magirus als Ertragsbringer
Um diese Ziele zu erreichen, forciert Mutares den Verkauf von Tochtergesellschaften. Die Erlöse sollen den Vorjahreswert von rund 230 Millionen Euro deutlich übertreffen. Reed Capital hat bereits ein bindendes Angebot für den Autozulieferer Walor Precision Turning vorgelegt. Der Abschluss ist für diesen Sommer geplant.
Ein weitaus größerer Hebel ist Magirus. Der Feuerwehr-Spezialist sitzt auf einem Rekordauftragsbestand von über 880 Millionen Euro. Mutares prüft hier derzeit alle Optionen. Ein Verkauf ist ebenso möglich wie ein Börsengang.
Seit der Übernahme von Achleitner Fahrzeugbau im vergangenen Herbst mischt Magirus auch im Rüstungsgeschäft mit. Das Tochterunternehmen firmiert nun unter Magirus Defense Systems. Diese Neuausrichtung macht die Sparte für potenzielle Käufer noch attraktiver.
Schuldenabbau stützt Bilanz
Neben den Exits räumt das Management die eigene Bilanz auf. Mutares kauft seit dem zweiten Quartal eigene Anleihen zurück. Mindestens 25 Millionen Euro fließen dafür pro Vierteljahr in den Markt. Ende 2025 standen noch Papiere im Volumen von 385 Millionen Euro aus.
Die Folge: niedrigere Zinslasten. Am Aktienmarkt sorgt das bisher nicht für Begeisterung. Die Mutares-Aktie verlor zuletzt weiter an Boden und fiel unter die Marke von 28 Euro.
Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 35,75 Euro ist mittlerweile auf rund 21 Prozent angewachsen. Bis zur Hauptversammlung Anfang Juli muss das Management nun Überzeugungsarbeit leisten. Liefert Mutares den erhofften Magirus-Exit, könnte das den Abwärtstrend stoppen.
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