Mutares Aktie: Amaneos bremst aus
Der geplante Börsengang des Autozulieferers Amaneos verzögert sich um ein bis zwei Jahre. Mutares bestätigt trotzdem die Jahresprognose 2026.

- Amaneos-Exit verschiebt sich deutlich
- Kapitalerhöhung erfolgreich platziert
- Jahresprognose 2026 bestätigt
- Aktie legt trotz Verzögerung zu
Der geplante Exit aus dem Autozulieferer Amaneos lässt länger auf sich warten als erhofft. Vorstandsmitglied Johannes Laumann dämpfte zuletzt die Erwartungen deutlich: Noch ein bis zwei Jahre dürften vergehen, bevor ein Ausstieg realistisch wird.
Zeitplan gerät ins Rutschen
Mutares hatte Amaneos 2023 aus drei zuvor erworbenen Unternehmen zusammengeführt — mit dem erklärten Ziel, das Konstrukt binnen zwei Jahren börsenreif zu machen. Daraus wird nichts. Makroökonomische Gegenwind und ein steigender Ölpreis, der Kunststoffe verteuert, haben die operative Entwicklung verlangsamt. Laumann räumte offen ein, dass das Unternehmen nicht so schnell vorankam, wie er es ursprünglich erwartet hatte.
Ob der Ausstieg letztlich über die Börse oder einen Direktverkauf läuft, ist noch offen. Laumann bezeichnete den Prozess als „Dual Track“ — beide Wege bleiben parallel in der Überlegung. Was einmal als nächster großer IPO von Mutares angekündigt worden war, rückt damit vorerst in die zweite Reihe.
Kapitalseite läuft rund
Trotz des Amaneos-Dämpfers zeigt das Gesamtbild ein anderes Gesicht. Die kürzlich durchgeführte Kapitalerhöhung wurde erfolgreich platziert, auch auf der Fremdkapitalseite gab es breite Zustimmung. Die Prognose für das laufende Jahr 2026 wurde bestätigt, die Exit-Pipeline gilt intern als gut gefüllt.
Passend dazu: Julia Friedrich, eine dem Vorstandsmitglied Mark Friedrich nahestehende Person, erwarb am 23. April 2026 Aktien im Wert von rund 29.400 Euro zum Kurs von 24,50 Euro — durch Ausübung von Bezugsrechten im Rahmen der Kapitalerhöhung. Ein Signal, das zumindest aus dem Unternehmensumfeld heraus Vertrauen in die eigene Entwicklung signalisiert.
Die Aktie reagierte auf die Amaneos-Meldung mit einem Plus von gut drei Prozent auf rund 23,95 Euro — der Markt schien die Verzögerung bereits eingepreist zu haben. Morgen, am 28. April, legt Mutares dann die detaillierten Jahreszahlen vor. Die könnten weiteren Aufschluss über den Zustand der übrigen Portfolio-Unternehmen und den Stand der Exit-Fantasie geben.
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