Mutares Aktie: Bloomberg prüft Efacec

Mutares prüft Verkauf oder Börsengang von Efacec. Analysten sehen einen Wert von bis zu 420 Millionen Euro für den möglichen Rekord-Exit.

Die Kernpunkte:
  • Strategische Optionen für Efacec geprüft
  • Wert zwischen 300 und 420 Mio. Euro
  • JPMorgan begleitet den Verkaufsprozess
  • Aktie steigt auf 30-Tages-Sicht um 9%

Mutares steht vor einem möglichen Rekord-Deal. Laut einem Bloomberg-Bericht prüft die Beteiligungsgesellschaft strategische Optionen für ihr Portfoliounternehmen Efacec. Die portugiesische Engineeringgruppe könnte entweder verkauft oder an die Börse gebracht werden. Analysten taxieren den Wert auf 300 bis 420 Millionen Euro – das wäre der größte Exit in der Firmengeschichte.

Die Investmentbank JPMorgan soll den Prozess begleiten. Eine offizielle Bestätigung von Mutares gibt es noch nicht. Immerhin spricht das Management selbst von mehreren „Rockstars“ im Portfolio. Das nährt die Erwartungen weiterer Groß-Exits.

Bilanzsanierung und Pipeline

Parallel arbeitet Mutares an der Stärkung der Bilanz. Ende Juni läuft eine Frist für die Einhaltung von Anleihebedingungen ab. Das Unternehmen hatte im Vorjahr eine vereinbarte Verschuldungskennzahl verfehlt. Die Gläubiger gewährten daraufhin einen Aufschub.

Das Ziel: Das ausstehende Anleihevolumen von 385 Mio. € auf 250 Mio. € drücken. Finanziert werden soll das primär durch die baldigen Verkaufserlöse. Eine Kapitalerhöhung im Frühjahr brachte zudem frische Mittel für die Expansion in den USA.

Die Aktie reagiert darauf positiv. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von 8,99 Prozent. Mit 29,70 € notiert das Papier rund zehn Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt. Auch die 200-Tage-Linie bei 28,96 € wurde zuletzt durchbrochen – ein konstruktives charttechnisches Signal.

Rendite lockt

Für Aktionäre bleibt die Dividende ein starkes Argument. Für die Hauptversammlung im Juli ist eine Basisdividende von 2,00 € je Aktie vorgeschlagen. Das entspricht einer Rendite von über 6,7 Prozent. Hinzu kommt Potenzial für eine Performance-Dividende, falls weitere Verkäufe gelingen.

Ob Mutares den Schwung nutzen kann, hängt an zwei Stellschrauben: der fristgerechten Stabilisierung der Finanzkennzahlen und der Umsetzung der spekulierten Groß-Exits. Beides könnte das Kursniveau nachhaltig stützen.

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