Mutares Aktie: EBITDA springt von minus 30 auf plus 11 Millionen
Mutares steigert Umsatz und EBITDA deutlich, doch der Aktienkurs bleibt unter Druck. Entscheidend für eine Neubewertung sind erfolgreiche Unternehmensverkäufe.

- Umsatzwachstum von zehn Prozent
- EBITDA dreht ins Positive
- Rekord-Pipeline bei Käufen und Verkäufen
- Aktie verliert trotz operativer Fortschritte
Mutares startet mit Tempo ins Jahr. Der Umsatz steigt klar, das operative Ergebnis verbessert sich deutlich, und die Deal-Pipeline bleibt gut gefüllt. Trotzdem wirkt der Aktienkurs gebremst. Der Markt schaut nicht nur auf Wachstum, sondern auf die Qualität der Exits.
Umsatz wächst durch Zukäufe
Im ersten Quartal stiegen die Konzernumsätze um 10 Prozent auf 1.678,7 Millionen Euro. Haupttreiber waren Akquisitionen. Damit zeigt das Modell seine Schubkraft: kaufen, umbauen, später verkaufen.
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Das bereinigte EBITDA drehte auf 11,1 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte hier noch ein Minus von 30,1 Millionen Euro gestanden. Vier der fünf Segmente schrieben operativ bereinigt positive Ergebnisse.
Das konsolidierte EBITDA lag bei 162,4 Millionen Euro. Dieser Wert ist bei Mutares aber nur begrenzt mit dem Tagesgeschäft vergleichbar. Transaktionseffekte wie günstige Kaufpreise können ihn stark bewegen.
Auf Holding-Ebene sieht das Bild nüchterner aus. Das Nettoergebnis lag bei minus 0,9 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 29,5 Millionen Euro im Vorjahr. Die Holding erzielte Beratungs- und Managementerlöse von 24,9 Millionen Euro.
Exits bleiben der zentrale Hebel
Mutares setzt weiter auf eine hohe Taktzahl bei Käufen und Verkäufen. Im Mai verkaufte die Gesellschaft Relobus Transport Polska an Infracapital. Der Busverkehrsbetreiber passt in das bekannte Muster: Einstieg in Sondersituationen, operative Arbeit, Exit.
Der Vorstand spricht von einer Rekord-Pipeline auf Kauf- und Verkaufsseite. Das ist wichtig, weil der Holding-Gewinn stark von erfolgreichen Verkäufen abhängt. Wachstum allein reicht hier nicht. Der Exit-Preis entscheidet.
Kapitalmaßnahmen geben Spielraum
Für neue Deals hat Mutares im April eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten abgeschlossen. Der Platzierungspreis lag bei 24,50 Euro je Aktie. Die Bruttoerlöse erreichten bis zu 105 Millionen Euro.
Hinzu kommt ein freiwilliges Erwerbsangebot für einen Teil der Nordic-Anleihe. Mutares will bis zu 25 Millionen Euro Nennwert zurückkaufen. Das kann die Kapitalstruktur glätten, kostet aber kurzfristig Liquidität.
Die Aktie reagiert verhalten. Am Mittwoch notiert sie bei 26,15 Euro und verliert 1,32 Prozent. Seit Jahresanfang steht ein Minus von 12,54 Prozent.
Im Jahresvergleich fällt der Rückgang noch schwerer aus: minus 20,64 Prozent. Der Kurs liegt 10,31 Prozent unter der 200-Tage-Linie. Damit bleibt der Markt skeptischer, als die operative Schlagzahl vermuten lässt.
Für das Gesamtjahr bleibt der Vorstand bei Konzernumsätzen von 7,9 bis 9,1 Milliarden Euro. Bei der Holding soll ein dreistelliger Millionengewinn stehen. Damit hängt eine Neubewertung weniger am Umsatzwachstum, sondern an konkreten Exits in den nächsten Monaten.
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