Mutares Aktie: Geldregen nach Exit!

Der Münchner Turnaround-Spezialist verkauft Steyr Motors komplett und erzielt hohe Renditen, während gleichzeitig elf neue Akquisitionen das Wachstum vorantreiben.

Die Kernpunkte:
  • Vollständiger Verkauf von Steyr Motors abgeschlossen
  • Über 170 Millionen Euro Erlös aus dem Exit
  • Elf Transaktionen in neun Monaten realisiert
  • Nettogewinn der Holding um 56 Prozent gestiegen

Der Münchner Turnaround-Spezialist hat einen massiven Coup gelandet. Mit dem vollständigen Verkauf von Steyr Motors spült Mutares über 170 Millionen Euro in die Kassen und beweist, dass das Geschäftsmodell auch in schwierigen Marktphasen funktioniert. Doch während die Kasse klingelt, wirft das enorme Expansionstempo eine entscheidende Frage auf: Kann die operative Sanierung mit diesem aggressiven Wachstum Schritt halten?

Lukrativer Abschied nach nur zwei Jahren

Das Kapitel Steyr Motors ist für Mutares endgültig und höchst profitabel geschlossen. Nachdem das Unternehmen bereits im Oktober 2024 an die Börse gebracht wurde, platzierten die Münchner nun das verbliebene Paket von 23 Prozent bei institutionellen Investoren. Die Nachfrage war hoch, das Ergebnis für die Aktionäre noch besser: Der sogenannte ROIC (Return on Invested Capital) lag deutlich über dem Zielkorridor.

Dieser Exit ist ein Lehrbuchbeispiel für die Strategie der Beteiligungsgesellschaft: Günstig kaufen, sanieren und teuer verkaufen. Erst im vierten Quartal 2022 erworben, wurde die Beteiligung in weniger als drei Jahren versilbert.

Kaufrausch und Asien-Wette

Die hohen Erlöse treffen auf eine extrem offensive Einkaufsstrategie. Mutares tritt nicht auf die Bremse, sondern beschleunigt. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 wurden elf Transaktionen abgeschlossen. Diese hohe Schlagzahl belastet allerdings kurzfristig die Margen: Während der Nettogewinn der Holding um 56 Prozent auf 83,5 Millionen Euro sprang, rutschte das bereinigte EBITDA der Gruppe tiefer in die roten Zahlen (minus 62,5 Millionen Euro). Das ist der Preis des Wachstums – neue Sanierungsfälle drücken zunächst auf das operative Ergebnis.

Das Portfolio wächst dabei in der Breite und erschließt neue Märkte:

  • Fuentes & inTime Group: Ausbau der Logistiksparte (Kühlketten und zeitkritische Transporte).
  • Kawneer EU & Zendra: Stärkung des Segments Engineering & Technology durch Fassadensysteme und Bremstechnologie.
  • Achleitner: Ein strategischer Zukauf für die Magirus-Sparte.
  • Asien-Expansion: Verhandlungen über Mehrheitsbeteiligungen an Zulieferern für Hyundai und Xiaomi sowie ein geplantes Büro in Tokio ab 2026.

Prognose steht: Die Bullen lauern

Trotz der operativen Anlaufkosten bei den Neuerwerbungen hält das Management an seinen ambitionierten Jahreszielen fest. Ein Holding-Nettogewinn von bis zu 160 Millionen Euro wird für 2025 erwartet. Für das vierte Quartal kündigte die Führungsetage zudem mindestens drei weitere Akquisitionen und drei Exits an – die Pipeline ist prall gefüllt.

Am Markt wird diese Zuversicht derzeit honoriert, wenn auch mit Vorsicht. Die Aktie konnte sich zuletzt deutlich vom Boden lösen und verzeichnete auf Wochensicht ein Plus von 10,63 Prozent. Mit einem aktuellen Kurs von 28,10 Euro notiert das Papier jedoch weiterhin fast 39 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom März.

Mutares liefert mit dem Steyr-Exit den Beweis, dass die “Ernte” funktioniert. Die große Herausforderung bleibt nun die Integration der zahlreichen Neuzugänge. Gelingt es, die operative Wende auch bei den neuen Töchtern schnell herbeizuführen, könnte die aktuelle Bewertung eine Einladung für mutige Anleger sein.

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