Mutares Aktie: Lapeyre-Verkauf läuft!

Mutares behält bei Lapeyre eine Minderheitsbeteiligung, schloss einen Zukauf ab und vereinbarte eine weitere Übernahme.

Die Kernpunkte:
  • Unwiderrufliches Angebot für Lapeyre
  • Mutares behält Lapeyre-Minderheitsanteil
  • Synthomer-Übernahme bereits abgeschlossen
  • Steinmüller-Kaufvereinbarung noch nicht vollzogen

Die Beteiligungsgesellschaft Mutares treibt den Umbau ihres Portfolios im Herbst mit hoher Schlagzahl voran. Gleich mehrere Zu- und Verkäufe markieren den Übergang in das vierte Quartal 2026. Den jüngsten Meilenstein markierte am Montag ein unwiderrufliches Angebot für das französische Portfoliounternehmen Lapeyre.

Ein von italienischen Unternehmern unterstütztes Investmentvehikel strebt dabei den Erwerb der Kontrollmehrheit an. Mutares wird die Gesellschaft jedoch nicht vollständig abgeben. Die Münchner planen, eine Minderheitsbeteiligung zu behalten und den laufenden operativen Turnaround weiter eng zu begleiten. Der Vollzug der Transaktion wird für das vierte Quartal 2026 angestrebt.

Portfolioausbau in der Industrie und Chemie

Während bei Lapeyre der Kontrollwechsel vorbereitet wird, verstärkte sich das Unternehmen auf der Kaufseite. Zum Monatswechsel schloss Mutares die Übernahme von Synthomer a.s. von der britischen Synthomer plc ab. Die Akquisition stärkt das Segment Chemicals & Materials des Konzerns.

Parallel dazu sicherte sich die Holding am 29. September den Zugriff auf ein weiteres Industrieunternehmen. Mutares unterzeichnete eine Vereinbarung zum Erwerb der Steinmüller Engineering GmbH von der IHI Group. Der Vollzug dieser Übernahme steht derzeit noch aus. Beide Schritte unterstreichen die Strategie, durch gezielte Zukäufe bestehende Plattformen im Industriesektor auszubauen.

Kapitalstruktur und anstehende Termine

Auf der Finanzierungsseite ordnete der Konzern vor gut einer Woche seine Verbindlichkeiten teilweise neu. Bei einem Rückkaufangebot für die variabel verzinsliche Anleihe 2023/2027 nahm Mutares Schuldverschreibungen mit einem Gesamtnominalwert von 10,4 Millionen Euro an. Das ursprüngliche Angebot hatte ein Volumen von bis zu 25 Millionen Euro umfasst. Das von Anlegern gehaltene Restvolumen der Anleihe sinkt damit auf rund 222 Millionen Euro. Für die zweite Hälfte des vierten Quartals plant das Management die Refinanzierung der im März 2027 fälligen Anleihe.

An der Börse notierte die Aktie gestern zum Handelsschluss bei 25,15 Euro. Damit weist das Papier seit Jahresanfang ein Minus von 16 Prozent auf.

Klarheit über die finanzielle Entwicklung der vergangenen Monate erhalten Investoren im November. Am 12. November plant das Unternehmen die Veröffentlichung des Zwischenberichts für die ersten neun Monate 2026. Eine Woche später, am 19. November, folgt zudem ein Investor Day in London.

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