Mutares Aktie: Magirus mit 880 Millionen Auftragsbestand
Mutares verkauft Vertriebssparte von F.lli Ferrari und treibt Restrukturierung voran. Magirus-Exit als nächster Schritt geplant.

- Verkauf des Ferrari-Vertriebsgeschäfts
- Fokus auf Kerngeschäft und Eigenmarken
- Magirus-Exit als nächster Meilenstein
- Schuldenabbau auf 250 Millionen Euro geplant
Mutares drückt beim Konzernumbau aufs Tempo. Die Beteiligungsgesellschaft hat das niederländische Vertriebsgeschäft ihrer Tochter F.lli Ferrari verkauft. Der Deal spült frisches Geld in die Kasse und schärft das Profil. Das Ziel: volle Konzentration auf das lukrative Kerngeschäft.
Die Käuferin ist die HMF Group. Sie übernimmt einen Bereich, der zuletzt rund 35 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete. Etwa 50 Mitarbeiter wechseln den Arbeitgeber. Mutares treibt damit die Restrukturierung des Kranherstellers konsequent voran. F.lli Ferrari fokussiert sich künftig auf intern produzierte Plattformen und eigene Marken.
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Magirus vor dem Sprung
Parallel dazu bereitet das Management den nächsten großen Deal vor. Mutares prüft strategische Optionen für die Tochter Magirus. Ein Börsengang oder ein Komplettverkauf stehen im Raum.
Die Zahlen sprechen für sich. Im ersten Quartal 2026 setzte Magirus rund 85 Millionen Euro um. Der Auftragsbestand liegt bei massiven 880 Millionen Euro. Hinzu kommt neues Potenzial im Rüstungsbereich. Durch die Übernahme von Achleitner Fahrzeugbau mischt Magirus nun bei Verteidigungsfahrzeugen mit. Das eröffnet den Zugang zu einem europäischen Wachstumsmarkt.
Schuldenabbau und Prognose
Die laufenden Verkäufe stützen die ehrgeizigen Jahresziele. Mutares rechnet für 2026 mit einem Jahresüberschuss zwischen 165 und 200 Millionen Euro. Der Konzernumsatz soll dabei die Marke von neun Milliarden Euro knacken.
Das Management nutzt die Einnahmen für einen aggressiven Schuldenabbau. Die ausstehenden Verbindlichkeiten sollen von 385 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro sinken. Dafür kauft das Unternehmen regelmäßig weitere Tranchen zurück. Eine im April platzierte Kapitalerhöhung brachte bereits brutto 105 Millionen Euro ein. Dieses Geld fließt direkt in die US-Expansion.
An der Börse sorgt die hohe Schlagzahl noch nicht für Euphorie. Die Mutares-Aktie schloss am Dienstag bei 27,45 Euro. Damit notiert das Papier rund 5,5 Prozent unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von gut acht Prozent auf der Anzeigetafel.
Ein erfolgreicher Magirus-Exit könnte hier der entscheidende Hebel sein. Die Prognose für 2026 kalkuliert bereits mit Exit-Erlösen, die den Vorjahreswert von 230 Millionen Euro deutlich übertreffen. Liefert Mutares bei Magirus zeitnah Vollzug, rückt das obere Ende der Gewinnprognose in greifbare Nähe.
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