Mutares Aktie: Prénatal an Geschäftsführer verkauft
Mit dem Verkauf des niederländischen Prénatal-Geschäfts an dessen Geschäftsführer setzt Mutares den Rückzug aus dem Einzelhandel fort; die Aktie gab 2,8 Prozent nach.

- Niederländisches Prénatal-Geschäft veräußert
- 34 Filialen und 80 Millionen Euro Umsatz
- Fokus auf industrielle Kernbereiche
- Mutares-Aktie verliert 2,8 Prozent
Mit dem Ausstieg aus dem niederländischen Einzelhandelsgeschäft setzt die Beteiligungsgesellschaft Mutares ihren angekündigten Strategiewechsel fort. Das Unternehmen hat heute den Verkauf der Moeder & Kind B.V., die unter der Marke Prénatal firmiert, an deren Geschäftsführer Jochem van Bueren besiegelt.
Die Transaktion ist vollständig ausfinanziert, wobei Unterzeichnung und Vollzug zeitgleich stattfanden. Gegenstand der Vereinbarung sind ausschließlich die niederländischen Aktivitäten der Handelskette.
Management übernimmt traditionsreiches Filialnetz
Prénatal blickt auf eine mehr als 65-jährige Geschichte zurück und zählt mit 34 Filialen zu den etablierten Adressen im regionalen Markt für Mutter- und Kindbedarf. Zuletzt erwirtschaftete das Geschäft einen Jahresumsatz von rund 80 Millionen Euro. Mit dem Verkauf an den bisherigen Unternehmenschef geht das operative Geschäft vollständig in die Hände des Managements über.
Für Mutares markiert der Schritt einen weiteren Baustein beim geplanten Rückzug aus dem Konsumenten- und Einzelhandelsbereich. Zugleich reduziert die Beteiligungsgesellschaft ihre Engagements im Automobilsektor, um frei werdende Ressourcen gezielter in wachstumsstärkere Industriezweige zu lenken.
Neuausrichtung auf industrielle Kernbereiche
Die künftige Ausrichtung konzentriert sich klar auf die Kernbereiche Chemicals, Energy, Infrastructure, Logistics sowie Services. In diese strategische Neujustierung reihen sich auch die Transaktionen der vergangenen Wochen ein: Vor rund zwei Wochen meldete Mutares sowohl den Abschluss des Verkaufs der NEM Energy Group als auch den Vollzug des Erwerbs von AmeriTerpenes.
Vor über einem Monat kam der Zukauf einer SABIC-Sparte hinzu, flankiert von der behördlichen EU-Genehmigung für die Synthomer-Übernahme vor gut drei Wochen.
Die Serie an Transaktionen unterstreicht den anhaltenden Umbau des Portfolios hin zu rein industriellen und infrastrukturellen Dienstleistungen.
Verhaltene Kursreaktion an der Börse
Am Aktienmarkt sorgte die Vollzugsmeldung am heutigen Mittwoch jedoch für keine unmittelbare Erleichterung. Die Aktie von Mutares verliert heute 2,8 Prozent auf 24,75 Euro. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus des Papiers damit auf 18 Prozent.
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