Mutares Aktie: SABIC-Closing bis Ende Q2 erwartet
Mutares startet Schuldenrückkauf und treibt die größte Übernahme der Firmengeschichte voran. Die Aktie zeigt sich neutral.

- Rückkauf von Unternehmensanleihen gestartet
- Umsatz steigt um zehn Prozent
- Operatives Ergebnis dreht ins Plus
- Größte Übernahme kurz vor Abschluss
Mutares will runter mit den Schulden. Die Münchner Beteiligungsgesellschaft startet ein milliardenschweres Rückkaufprogramm für ihre Unternehmensanleihen – und treibt gleichzeitig die größte Übernahme der Firmengeschichte voran. Die Aktie notiert bei 27,15 Euro, nur knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt. Der RSI von 50,5 zeigt eine neutrale Marktlage.
Schulden runter, Bilanz stabiler
Das Management kauft ab dem zweiten Quartal regelmäßig Tranchen des Nordic Bond 2023/2027 zurück. Mindestens 25 Millionen Euro pro Quartal sind geplant. Das Ziel: den ausstehenden Nennbetrag von rund 385 Millionen Euro auf maximal 300 Millionen Euro bis Ende 2026 drücken.
Die Zinslast sinkt, die Bilanzstruktur wird robuster. Den Spielraum dafür schaffen erfolgreiche Unternehmensverkäufe und die hohe Liquidität aus Exits.
Operative Wende im ersten Quartal
Die jüngsten Zahlen untermauern den Aufwärtstrend. Der Konzernumsatz stieg um zehn Prozent auf rund 1,68 Milliarden Euro. Noch deutlicher der Sprung beim operativen Ergebnis: Das bereinigte EBITDA kletterte von minus 30,1 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf plus 11,1 Millionen Euro.
Das Nettoergebnis der Holding lag mit minus 0,9 Millionen Euro leicht im Minus. Grund ist der Zeitpunkt der Exit-Abschlüsse. Für das Gesamtjahr hält der Vorstand an der Prognose von 165 bis 200 Millionen Euro fest.
Milliarden-Deal kurz vor dem Abschluss
Die Übernahme des Engineering-Thermoplastics-Geschäfts von SABIC steht in den Startlöchern. Mit einem Jahresumsatz von rund zwei Milliarden Euro ist es der größte Zukauf der Unternehmensgeschichte. Das Closing wird bis Ende des zweiten Quartals erwartet. Mutares baut damit ein neues Segment „Chemicals & Materials“ auf.
Parallel hält der Konzern an seiner Beteiligung an der schwedischen Terranor Group fest – entgegen anderslautender Berichte mit 57 Prozent weiterhin Mehrheitsaktionär.
Ausblick: Dividende und Wachstumsziel
Für 2026 peilt Mutares einen Konzernumsatz zwischen 7,9 und 9,1 Milliarden Euro an. Die Hauptversammlung im Juli soll über eine Dividende von 2,00 Euro je Aktie entscheiden. Mittelfristig bleibt das Ziel, den Umsatz bis 2030 jährlich um durchschnittlich 25 Prozent zu steigern.
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