Mutares Aktie: TREPEL und MAFI für 150 Millionen
Mutares-Aktie fällt trotz Übernahmen von TREPEL und MAFI. Dividendenvorschlag und US-Expansion prägen die weitere Strategie.

- Kursrückgang um 2,8 Prozent
- Übernahme von TREPEL und MAFI
- Dividendenvorschlag von 2,00 Euro
- US-Expansion mit zweitem Standort
Die Aktie des Beteiligungsunternehmens Mutares verliert weiter an Boden. Am Dienstag fiel der Kurs um 2,8 % auf 27,45 Euro – der zweite Tag in Folge mit Verlusten. Seit einer Woche hat das Papier fast 6 % eingebüßt. Vom Jahreshoch bei 36,75 Euro trennen Mutares noch rund 25 %.
Doch während Anleger nervös reagieren, baut das Unternehmen sein Portfolio weiter aus.
Zwei Marken, ein Deal: Flughafen- und Schwerlasttechnik kommen hinzu
Mutares hat die Übernahme von TREPEL Airport Equipment und MAFI Transport-Systeme besiegelt. Beide Unternehmen sind Spezialisten für Bodenabfertigungsgeräte: TREPEL liefert Flugzeugschlepper und Cargo-Lader für Flughäfen, MAFI produziert Schwerlastzugmaschinen für Häfen und Logistikzentren.
Mit 410 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 150 Mio. Euro stärken die Zukäufe das Segment Infrastructure & Special Industries. Der Abschluss der Transaktion ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Finanzielle Details blieben vorerst unter Verschluss.
Parallel dazu strafft Mutares sein Portfolio. Die Tochter F.lli Ferrari verkauft ihr niederländisches Vertriebsgeschäft an die HMF Group – ein Schritt, der die Konzentration auf Kranplattformen und Fertigungskernaktivitäten beschleunigen soll.
Dividende und Expansion: Die nächsten Schritte
Auf der Hauptversammlung am 3. Juli steht die Dividende im Fokus. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Ausschüttung von 2,00 Euro je Aktie vor – eine Mindestdividende. Bei erfolgreichen Exits könnte eine zusätzliche Performance-Dividende folgen.
Gleichzeitig treibt Mutares die US-Expansion voran. Nach der Kapitalerhöhung im April (105 Mio. Euro brutto) plant das Unternehmen einen zweiten Standort in den USA. Die aktuelle Transaktionspipeline umfasst Akquisitionsziele mit einem Umsatzvolumen von 4,8 Mrd. Euro.
Die Prognose für 2026 bleibt unverändert: ein Konzernumsatz zwischen 7,9 und 9,1 Mrd. Euro sowie ein Jahresüberschuss von 165 bis 200 Mio. Euro.
Ob die operativen Erfolge den Kurs stützen können, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die nächste Bewährungsprobe steht mit den Quartalszahlen an.
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