Mutares: Bringen neue Zahlen die Trendwende?

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres konnte die Beteiligungsgesellschaft Mutares unerwartet positiv abschneiden.

Dabei profitierte das Unternehmen, das vor allen Dingen Mittelständler im Fokus hat und Turnaround-Situationen nutzt,  von guten Fortschritten bei einigen seiner Beteiligungen.

Mutares mit deutlicher Ergebnissteigerung

Auf Basis des sogenannten adjustierten EBITDA verdiente das Unternehmen 9,3 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte man wegen negativer Zahlen der wichtigen Beteiligung Balcke-Dürr einen Verlust von 13,5 Millionen Euro ausweisen müssen. Beim adjustierten EBITDA, soweit zur Erklärung, werden insbesondere Erträge, die transaktionsbedingt sind (Bargain Purchases) sowie Restrukturierung- und andere Einmalkosten ausgeklammert.

Welche Zahlen gibt es noch?

Welchen Effekt dies hat, konnte man auch am Konzern-EBITDA sehen. Dieses ermäßigte sich von zuvor 31,4 Millionen Euro auf 21,6 Millionen Euro. Darin enthalten unter anderem die Kosten für den Börsengang der Tochter STS sowie Rechtskosten. Insgesamt kletterte der Umsatz um 14 % auf 467 Millionen Euro.

Neuer Anlauf möglich

Am Markt stellt sich nun die Frage: Sell on good News? In den vergangenen 14 Tagen hatte sich die Aktie von ihrem Jahrestief bei 9,06 Euro wieder lösen können und war zuletzt sogar über ihre 50-Tage-Linie bei rund 10,85 Euro gesprungen. Nach Vorlage der Zahlen ging es hier leider wieder abwärts, was womöglich eben mit dem generellen Rückgang beim unbereinigten EBITDA erklärbar wäre. Sollte sich die Aktie der auf einem Niveau von 10,20/10,40 Euro halten können, dürfte hier allerdings sehr zügig ein weiterer Anlauf auf den gleitenden Durchschnitt möglich sein.

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