Mutares: Cantor hebt Ziel auf 48 Euro

Analysten sehen bei Mutares trotz Kurs nahe Jahrestief hohes Aufwärtspotenzial von 87 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • Kursziel von 45 auf 48 Euro angehoben
  • Umsatzplus von 23 Prozent im Jahr 2025
  • Ambitionierte Ziele für 2026 und 2030
  • Hohe Dividendenrendite von rund 8 Prozent

Rund 87 Prozent Aufwärtspotenzial — und der Kurs notiert trotzdem nahe seinem Jahrestief. Bei Mutares klaffen Analystenerwartung und Marktreaktion derzeit weit auseinander.

Cantor Fitzgerald hat nach den Jahresergebnissen 2025 das Kursziel für die Münchner Beteiligungsgesellschaft von 45 auf 48 Euro angehoben und bewertet die Aktie weiter positiv. Der Schlusskurs vom Montag lag bei 25,25 Euro — rund 32 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom vergangenen Sommer, aber knapp 7 Prozent über dem April-Tief von 23,60 Euro.

Starke Zahlen, noch stärkere Ziele

Das Geschäftsjahr 2025 verlief für Mutares ordentlich. Der Konzernumsatz stieg um rund 23 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss der Holding kletterte von 108 auf 130 Millionen Euro.

Für 2026 gibt sich der Vorstand deutlich ambitionierter: Der Konzernumsatz soll auf 7,9 bis 9,1 Milliarden Euro steigen, der Holding-Gewinn auf 165 bis 200 Millionen Euro. Bis 2030 peilt das Management ein jährliches Wachstum von mindestens 25 Prozent an — sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn.

US-Pipeline und SABIC-Deal als Wachstumshebel

Den wesentlichen Treiber sieht Cantor Fitzgerald in der Internationalisierung. Mutares hat für den US-Markt eine Akquisitionspipeline mit einem Umsatzvolumen von rund 4,8 Milliarden Euro identifiziert. Kurz vor dem Abschluss steht außerdem die Übernahme des ETP-Geschäfts von SABIC — Engineering Thermoplastics, das dem Segment Infrastructure & Special Industry zufließen soll.

Parallel läuft die Bilanzbereinigung. Die im April abgeschlossene Kapitalerhöhung brachte Bruttoerlöse von rund 105 Millionen Euro. Ab dem zweiten Quartal plant Mutares, die ausstehenden Anleiheverbindlichkeiten von derzeit 385 Millionen Euro durch gezielte Rückkäufe auf 250 bis 300 Millionen Euro bis Jahresende zu senken.

Dividende als Puffer

Trotz der Expansionsambitionen hält Mutares an einer hohen Ausschüttung fest. Für 2025 wurde eine Dividende von 2,00 Euro je Aktie vorgeschlagen — beim aktuellen Kursniveau entspricht das einer Rendite von knapp 8 Prozent. Cantor Fitzgerald wertet diese Kombination aus Wachstumsstory und Ausschüttungsrendite als attraktiv.

Als weitere Kurstreiber für das zweite Halbjahr gelten mögliche Exits in den Bereichen Energie und Verteidigung sowie die Einhaltung der Anleihe-Covenants, die ab Ende Juni 2026 fällig werden. Ob der Markt das bis dahin einpreist, hängt auch davon ab, wie überzeugend die ersten Quartalszahlen 2026 ausfallen.

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