Mutares: Magirus mit 800 Millionen Auftragsbestand

Mutares plant den Verkauf von Magirus und startet ein Anleiherückkaufprogramm, um die Bilanz zu stärken und das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.

Die Kernpunkte:
  • Magirus-Exit wird konkret geprüft
  • Anleiherückkauf ab Mai geplant
  • Jahresumsatz auf 6,5 Milliarden gestiegen
  • Aktie trotz operativer Fortschritte schwach

Weniger als eineinhalb Jahre nach der Übernahme steht der Feuerwehrspezialist Magirus bereits wieder im Schaufenster. Der Münchener Beteiligungskonzern Mutares drückt beim Verkaufstempo spürbar aufs Gas. Parallel dazu versucht das Management, am Kapitalmarkt Vertrauen zurückzugewinnen. Ein testierter Jahresabschluss und geplante Anleiherückkäufe sollen die Nervosität nach der Covenant-Verletzung Ende 2025 dämpfen.

Rüstungsfantasie treibt Magirus-Pläne

Bei Magirus prüft Mutares aktuell einen Börsengang oder den Komplettverkauf. Das operative Fundament dafür steht. Der Auftragsbestand summiert sich auf über 800 Millionen Euro und sichert die Auslastung bis weit ins Jahr 2027. Hinzu kommt das margenstarke Defense-Geschäft. Rüstungsgüter erzielen am Markt derzeit Höchstpreise. Als Blaupause für den Deal dient der Verkauf von Steyr Motors, der über die Haltedauer Bruttoerlöse von mehr als 170 Millionen Euro einbrachte.

Der nun testiert vorgelegte Jahresbericht für 2025 untermauert den generellen Wachstumskurs. Der Konzernumsatz kletterte auf 6,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) vervielfachte sich auf knapp 675 Millionen Euro. Diese amtlich geprüften Zahlen sind für Mutares ein essenzielles Signal an die Fremdkapitalgeber. Die Anleihegläubiger hatten nach einem Covenant-Bruch im Vorjahr einen temporären Verzicht gewähren müssen.

Schuldenschnitt und schwacher Aktienkurs

Um die Bilanz weiter zu entlasten, plant das Unternehmen konkrete Schritte beim Schuldenabbau. Ab dem 8. Mai ist ein freiwilliges öffentliches Tenderverfahren für einen Teilrückkauf der ausstehenden Anleihe vorgesehen. An der Börse kommt diese operative Dynamik bislang kaum an. Die Aktie handelt aktuell bei knapp 25 Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von rund 16 Prozent.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Basisdividende von 2,00 Euro je Aktie vor. Sollten die geplanten Unternehmensverkäufe erhebliche Liquidität in die Kassen spülen, stellt das Management eine zusätzliche Performance-Dividende in Aussicht. Die Jahresprognose bleibt derweil bestehen. Mutares kalkuliert mit einem Holding-Jahresüberschuss von bis zu 200 Millionen Euro. Der nächste Fixpunkt für Investoren ist die Hauptversammlung am 3. Juli. Dort wird das Management konkrete Fortschritte bei der angekündigten Exit-Pipeline vorweisen müssen.

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