Myriad Uranium: 0,5405 Aktien je Rush-Papier

Myriad Uranium steht vor der Übernahme von Rush Rare Metals. Das Aktionärsvotum am 17. August entscheidet über die milliardenschwere Fusion.

Die Kernpunkte:
  • Aktionärsvotum über Rush-Übernahme
  • Bohrkampagne auf Copper Mountain
  • Portfolio-Expansion in Arizona
  • Aktie fällt trotz Fortschritten

Myriad Uranium nähert sich einem strategischen Meilenstein in seiner Unternehmensentwicklung. Am kommenden Montag, den 17. August, entscheiden die Aktionäre von Rush Rare Metals in Vancouver über die geplante vollständige Übernahme durch das Uran-Explorationsunternehmen.

Parallel zu diesem Konsolidierungsschritt treibt Myriad die Erschließung seines Vorzeigeprojekts Copper Mountain im US-Bundesstaat Wyoming mit einer großangelegten Bohrkampagne voran. Trotz der operativen Fortschritte verzeichnete die Aktie am heutigen Donnerstag im frühen Handel einen Kursrückgang von 8,1 Prozent auf 0,2610 Euro.

Weichenstellung für die Fusion mit Rush Rare Metals

Der geplante Zusammenschluss mit Rush Rare Metals soll über einen gesetzlichen Arrangement-Plan vollzogen werden. Myriad beabsichtigt dabei den Erwerb sämtlicher Stammaktien des Partners.

Laut den Bedingungen der im Februar geschlossenen Fusionsvereinbarung sieht das Umtauschverhältnis vor, dass Rush-Aktionäre 0,5405 Myriad-Aktien für jedes eigene Wertpapier erhalten. Ein integrierter Bestandteil der Transaktion ist zudem die Ausgliederung einer neuen Einheit namens Rush Spinco.

Medienberichten zufolge hat Rush bereits das erforderliche Informationsrundschreiben für die Versammlung am Montag veröffentlicht. Die Zustimmung der Aktionäre gilt als letzte große formale Hürde für den Zusammenschluss, der die Ressourcenbasis von Myriad Uranium signifikant erweitern soll.

Fortschritte auf dem Copper Mountain Projekt

Das operative Hauptaugenmerk liegt derzeit auf dem Copper Mountain Projekt in Wyoming. Anfang Juli begann dort die zweite Phase des Bohrprogramms, für das Nasco Industrial Services als Auftragnehmer verpflichtet wurde. Das Programm umfasst zunächst 4.500 Bohrmeter, wobei Myriad die Option offenhält, die Kampagne in einer dritten Phase auf bis zu 10.000 Meter auszuweiten.

Grundlage für die aktuellen Arbeiten ist ein im April eingereichter technischer Bericht nach NI 43-101 Standard sowie eine großflächige radiometrische und magnetische Vermessung per Hubschrauber.

Diese Untersuchung hatte über 100 Anomaliepunkte identifiziert, die nun systematisch überprüft werden. Myriad hatte seine Landposition in Wyoming bereits im März auf rund 18.351 Acres verdoppelt und kontrolliert damit etwa 80 Prozent des zentralen Control Area auf Copper Mountain.

Strategische Neuordnung und Expansion in Arizona

Über die Aktivitäten in Wyoming hinaus hat Myriad Uranium im Juni sein Portfolio in Arizona erweitert. Durch die Sicherung von 15 staatlichen Bergbaulizenzen und acht weiteren Claims erhielt das Unternehmen Zugriff auf 23 sogenannte Breccien-Schlot-Uranziele.

Dieses Projekt wurde umgehend im Rahmen einer Earn-in-Vereinbarung an Wedgemount Resources optioniert. Wedgemount kann sich über einen Zeitraum von drei Jahren beteiligen, indem es Explorationsmittel in Höhe von 4 Millionen kanadischen Dollar bereitstellt.

Diese Expansion folgt auf den im März abgeschlossenen Verkauf des Red-Basin-Projekts in New Mexico für 2,5 Millionen US-Dollar in bar. Myriad behielt an diesem Projekt eine freie Beteiligung von 10 Prozent und ging eine strategische Allianz mit dem Käufer ein. Um die politischen Rahmenbedingungen für die heimische Uranversorgung in den USA optimal zu nutzen, ernannte Myriad Uranium zudem Eric Miller zum strategischen Berater.

Trotz der kurzfristigen Volatilität am heutigen Handelstag weist die Aktie auf längere Sicht eine deutliche Wertsteigerung auf. Im Vergleich zum Kursstand vor rund 12 Monaten verzeichnet das Papier ein Plus von 60 Prozent.

Mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet 30,43 Millionen Euro bleibt der Wert jedoch ein vergleichsweise kleiner Akteur im Uransektor, dessen weitere Entwicklung maßgeblich vom Ausgang des Votums am Montag abhängen dürfte.

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